Schlafstörungen und psychische Gesundheit: Was uns wirklich wachhält

Schlafen sollte das Natürlichste der Welt sein. Und doch liegt ein erheblicher Teil der österreichischen Bevölkerung Nacht für Nacht wach – grübelnd, sich wälzend, auf den Wecker starrend. Schlafstörungen gehören zu den häufigsten Gesundheitsproblemen unserer Zeit. Studien zeigen, dass in Österreich bis zu 30 Prozent der Erwachsenen regelmäßig unter Einschlaf- oder Durchschlafproblemen leiden. Was viele dabei nicht wissen: Schlafstörungen sind selten ein rein körperliches Problem. Hinter dauerhaft schlechtem Schlaf stecken fast immer psychische Faktoren – Stress, Angst, unverarbeitete Emotionen oder tiefergehende seelische Belastungen. Und umgekehrt verschlimmert schlechter Schlaf psychische Erkrankungen erheblich. Als Psychotherapeut in Wien erlebt Bernd Thellwir täglich, wie eng Schlaf und seelische Gesundheit miteinander verflochten sind – und wie nachhaltig eine psychotherapeutische Begleitung diesen Kreislauf durchbrechen kann.

Schlaf und Psyche: Ein untrennbares Wechselspiel

Schlaf ist keine passive Ruhephase. Im Schlaf verarbeitet das Gehirn emotionale Erfahrungen, konsolidiert Erinnerungen, regeneriert das Nervensystem und reguliert den Hormonspiegel. Wer schlecht schläft, raubt seinem Gehirn genau jene Ressourcen, die es braucht, um mit den emotionalen Herausforderungen des nächsten Tages umzugehen. Das Ergebnis: Reizbarkeit, Konzentrationsprobleme, erhöhte Stressreaktivität und ein geschwächtes Immunsystem.

Dieser Zusammenhang gilt auch in umgekehrter Richtung. Psychische Belastungen stören den Schlaf massiv. Angst aktiviert das sympathische Nervensystem und hält den Körper im Alarmzustand – genau das Gegenteil von dem, was zum Einschlafen notwendig ist. Depression verändert die Schlafarchitektur und führt zu frühmorgendlichem Aufwachen. Chronischer Stress erhöht den Cortisolspiegel, der den natürlichen Schlaf-Wach-Rhythmus durcheinanderbringt.

Warum rein medizinische Ansätze oft zu kurz greifen

Schlafmittel sind die häufigste erste Reaktion auf Schlafprobleme – und manchmal kurzfristig sinnvoll. Langfristig lösen sie jedoch das Problem nicht, weil sie die psychischen Ursachen unangetastet lassen. Zudem besteht bei vielen Schlafmitteln ein Gewöhnungseffekt, der die ursprüngliche Problematik noch verstärken kann. Hilfe bei Schlafstörungen Wien bedeutet daher in meiner Praxis immer: zuerst verstehen, was wirklich hinter dem gestörten Schlaf steckt – bevor nach schnellen Lösungen gegriffen wird.

 

Die häufigsten psychischen Ursachen von Schlafstörungen

Schlafstörungen haben viele Gesichter und ebenso viele Ursachen. Die häufigsten psychischen Auslöser, die Bernd Thell in der Psychotherapie Wien begegnen, lassen sich in folgende Kategorien einteilen:

  • Chronischer Stress und Überforderung, bei dem das Nervensystem auch nach Feierabend nicht zur Ruhe kommt und die nötige Entspannung zum Einschlafen verhindert
  • Angststörungen und Grübeln, bei denen die Stille der Nacht den Gedankenkreisel erst richtig in Gang setzt und Worst-Case-Szenarien die Kontrolle übernehmen
  • Depression mit charakteristischem frühmorgendlichem Erwachen zwischen drei und fünf Uhr, verbunden mit Hoffnungslosigkeit und der Unfähigkeit, wieder einzuschlafen
  • Unverarbeitete Emotionen und Traumata, die tagsüber verdrängt werden und sich nachts in Form von Albträumen, innerer Unruhe oder Angstzuständen zurückmelden
  • Burnout und das erschöpfte Nervensystem, das paradoxerweise trotz extremer Müdigkeit keinen Übergang in echte Erholung findet
  • Lebens- und Sinnkrisen, bei denen existenzielle Fragen und ungelöste innere Konflikte in der Stille der Nacht besonders laut werden

 

Diese Auflistung macht deutlich: Hinter Schlafstörungen steckt fast immer mehr als nur ein schlechtes Schlafverhalten. Sie sind oft ein Symptom – ein Signal des Körpers und der Psyche, dass etwas Wesentlicheres aus dem Gleichgewicht geraten ist.

 

Was passiert, wenn Schlafstörungen chronisch werden

Kurzfristige Schlafprobleme in belastenden Lebensphasen sind normal und klingen meist von selbst ab. Problematisch wird es, wenn sich die Schlafstörung verselbständigt und ein eigenes Leben entwickelt. Das passiert häufig durch einen psychologischen Mechanismus, den Fachleute als konditionierte Schlafangst bezeichnen.

Das Bett wird zum Symbol für schlaflosen Stress. Allein das Zubettgehen löst Anspannung und Besorgnis aus: „Werde ich heute wieder nicht schlafen können?“ Diese Erwartungsangst aktiviert genau das Nervensystem, das zum Schlafen herunterfahren müsste. Es entsteht ein Teufelskreis, der sich durch reine Willensanstrengung nicht durchbrechen lässt. Angststörung Therapie Wien und Schlaftherapie greifen hier direkt ineinander – denn die Angst vor dem Nicht-Schlafen ist oft schon eine eigene Angststörung geworden.

Schlafentzug und seine psychischen Folgen

Was viele unterschätzen: Anhaltender Schlafentzug hat gravierende Auswirkungen auf die psychische Gesundheit. Nach wenigen Nächten schlechten Schlafs steigt die emotionale Reaktivität deutlich an. Kleinigkeiten lösen überproportionale Reaktionen aus. Die Fähigkeit zur Selbstregulation lässt nach. Das Risiko für Angststörungen und Depression steigt messbar. Wer über Monate schlecht schläft, lebt in einem Zustand permanenter psychischer Verwundbarkeit – was wiederum den Schlaf weiter verschlechtert.

 

Was wirklich hilft bei Schlafstörungen

Die wirksamste psychotherapeutische Methode bei chronischen Schlafstörungen ist die kognitive Verhaltenstherapie für Insomnie, kurz KVT-I. Sie kombiniert Verhaltensänderungen mit der Arbeit an schlafhinderlichen Überzeugungen und Gedankenmustern. Darüber hinaus gibt es aus existenzanalytischer Sicht weitere hilfreiche Ansätze.

Schlafhygiene als Grundlage

Schlafhygiene beschreibt eine Reihe von Verhaltensweisen, die erholsamen Schlaf fördern. Dazu gehören unter anderem:

  • Regelmäßige Schlaf- und Aufstehzeiten einhalten, auch am Wochenende, um den inneren Rhythmus zu stabilisieren
  • Das Bett ausschließlich zum Schlafen nutzen, nicht zum Arbeiten, Essen oder Fernsehen, damit das Gehirn das Bett wieder mit Schlaf assoziiert
  • Bildschirme mindestens eine Stunde vor dem Schlafengehen ausschalten, da das blaue Licht die Melatoninproduktion hemmt
  • Eine kühle, dunkle und ruhige Schlafumgebung schaffen, die dem Körper signalisiert: Hier ist Ruhe möglich
  • Koffein und Alkohol am Abend meiden, da beide die Schlafqualität nachweislich verschlechtern, auch wenn Alkohol kurzfristig schläfrig macht

Diese Maßnahmen klingen simpel – und sind es auch. Ihre konsequente Umsetzung verändert die Schlafqualität bei vielen Menschen bereits spürbar, noch bevor tiefere therapeutische Arbeit beginnt.

Entspannungstechniken und Achtsamkeit

Progressive Muskelentspannung, Atemübungen und Achtsamkeitsmeditationen helfen, das Nervensystem vor dem Schlafen zu beruhigen. Besonders wirksam ist die Body-Scan-Meditation, bei der die Aufmerksamkeit systematisch durch den Körper geführt wird. Diese Techniken sind fester Bestandteil der Stressbewältigung Wien und lassen sich leicht in eine Abendroutine integrieren. Mit regelmäßiger Übung wird die Entspannungsreaktion konditioniert – der Körper lernt, auf bestimmte Signale mit Beruhigung zu reagieren.

Die Gedanken loslassen lernen

Grübeln ist eine erlernte Gewohnheit – und damit auch eine, die verlernt werden kann. In der psychologischen Beratung Wien arbeiten wir mit verschiedenen Techniken, um den nächtlichen Gedankenstrom zu unterbrechen: das bewusste Verschieben von Sorgengedanken auf eine feste „Sorgenzeit“ am frühen Abend, das Führen eines Gedankentagebuches vor dem Schlafengehen oder die Nutzung mentaler Bilder, die das Gehirn in einen ruhigeren Zustand führen. Ziel ist nicht, die Gedanken zu unterdrücken – sondern ihnen einen anderen Platz im Tagesablauf zu geben.

 

Die existenzielle Dimension des Schlafs

Aus Sicht der Existenzanalyse ist Schlafen auch ein Akt des Vertrauens – das Loslassen der Kontrolle, das Sich-Einlassen auf Schutzlosigkeit und Unbewusstsein. Menschen, denen die erste Grundmotivation fehlt – „Kann ich in dieser Welt sein?“ – haben oft unbewusst große Schwierigkeiten damit, die Kontrolle loszulassen und sich dem Schlaf zu übergeben. Das Wachliegen ist dann nicht nur ein Schlafproblem, sondern ein Ausdruck eines tieferen Misstrauens gegenüber der Welt und dem eigenen Körper.

In der Logotherapie Wien arbeiten wir daran, dieses fundamentale Grundvertrauen in das Leben zu stärken. Viktor Frankl erkannte, dass innere Ruhe nicht durch Kontrolle entsteht, sondern durch Sinn und Vertrauen. Wenn der innere Halt wächst, wenn das Leben wieder als tragfähig erlebt wird, wird auch der Schlaf ruhiger. Hilfe bei Sinnkrise Wien und Schlaftherapie sind daher keine getrennten Themen – sie berühren denselben existenziellen Kern.

 

Wann braucht man professionelle Hilfe?

Professionelle Unterstützung ist sinnvoll, wenn Schlafprobleme länger als vier Wochen bestehen und die Tagesfunktion deutlich beeinträchtigen. Wenn Schlafmittel regelmäßig eingenommen werden und die Wirkung nachlässt. Wenn die Schlafstörung von psychischen Symptomen wie Angst, Niedergeschlagenheit oder Erschöpfung begleitet wird. Wenn das nächtliche Wachliegen das Leben dominiert und tagsüber Lebensqualität, Beziehungen und Arbeitsfähigkeit beeinträchtigt. In all diesen Situationen ist Psychotherapie 1170 Wien ein sinnvoller und wirksamer Schritt. Schlafstörungen sind behandelbar – auch wenn sie sich nach Jahren des Leidens unüberwindbar anfühlen.

 

Bernd Thell begleitet Menschen in seiner Wiener Praxis auf dem Weg zurück zu erholsamem Schlaf und innerer Ruhe. Was ihn dabei leitet, ist nicht nur das Wissen um Schlafmechanismen und Entspannungstechniken, sondern die existenzanalytische Überzeugung, dass dauerhafter Schlaf nur dann möglich wird, wenn auch das Leben, in das man jeden Morgen aufwacht, wieder als tragfähig erlebt wird. Termine können telefonisch, per E-Mail oder über die Praxis in der Kalvarienberggasse 57/18 vereinbart werden.


7 Schlüsselfragen für ein sinnerfülltes Leben: Die Existenzanalyse nach Viktor Frankl

In unserer modernen, schnelllebigen Welt fühlen sich viele Menschen trotz materiellen Wohlstands innerlich leer und orientierungslos. Sie funktionieren, aber leben nicht wirklich. Diese existenzielle Leere, die Viktor Frankl als „existenzielles Vakuum“ bezeichnete, ist zu einem weit verbreiteten Phänomen geworden. Als Psychotherapeut in Wien mit Schwerpunkt Existenzanalyse und Logotherapie begleite ich täglich Menschen auf ihrer Suche nach einem sinnerfüllten Leben. Die Existenzanalyse bietet ein bewährtes Modell, das auf fundamentalen Lebensfragen basiert. In diesem Artikel stelle ich Ihnen sieben Schlüsselfragen vor, die Ihnen helfen können, wieder Zugang zu einem authentischen, erfüllten Leben zu finden.

1. Kann ich in dieser Welt sein? – Die Frage nach Halt und Schutz

Die erste existenzielle Grundfrage der Existenzanalyse Wien lautet: „Kann ich in dieser Welt sein?“ Es geht um die grundlegendsten Bedingungen unseres Daseins: Haben Sie ausreichend Raum, Schutz und Halt? Fühlen Sie sich sicher in Ihrem Leben, oder überwiegen Bedrohungsgefühle und Angst?

Diese Frage mag auf den ersten Blick banal erscheinen, doch sie berührt etwas Fundamentales. Menschen, die unter Angststörungen leiden, können diese Frage oft nicht bejahen. Sie fühlen sich chronisch bedroht, unsicher und haltlos. Aber auch ohne diagnostizierte Angststörung kann diese erste Grundmotivation beeinträchtigt sein – etwa durch Existenzängste, unsichere Arbeitsverhältnisse, toxische Beziehungen oder traumatische Erfahrungen.

In der Hilfe bei Lebenskrise Wien arbeiten wir daran, dass Sie wieder Boden unter den Füßen spüren. Dies kann bedeuten: äußere Sicherheiten zu schaffen, aber auch innere Kraftquellen zu erschließen. Frankls Logotherapie Wien lehrt uns, dass wir selbst in unveränderbaren Situationen unsere Einstellung wählen können – eine Form von Freiheit, die uns niemand nehmen kann.

 

Reflexionsfrage für Sie: Wo in Ihrem Leben fühlen Sie sich sicher und geborgen? Und wo fehlt Ihnen der Halt?

2. Mag ich leben? – Die Frage nach Wert und Beziehung

Die zweite Grundfrage lautet: „Mag ich leben?“ Hier geht es um die emotionale Beziehung zum Leben selbst. Empfinden Sie Ihr Leben als wertvoll? Haben Sie gute Beziehungen zu anderen Menschen und zu sich selbst? Können Sie Nähe zulassen und genießen?

Diese Frage ist zentral bei Depression und Einsamkeit. Menschen, die ihr Leben nicht mögen, fühlen sich wertlos, ungeliebt und isoliert. Sie haben den Zugang zu ihren Gefühlen verloren und erleben alles wie durch eine Glasscheibe – distanziert und emotional taub. Die Depression Therapie Wien nach existenzanalytischem Ansatz setzt genau hier an: Wie können Sie wieder Kontakt zu sich selbst und zu anderen finden? Was macht Ihr Leben lebenswert?

Viktor Frankl betonte, dass wir nicht nur von anderen geliebt werden müssen, sondern auch selbst lieben können müssen. Die Fähigkeit zur Beziehung – zu Menschen, zur Natur, zur Kunst, zu Ideen – ist es, die unser Leben mit Wert erfüllt. In der Therapie bei geringem Selbstwert Wien arbeiten wir daran, dass Sie sich selbst wieder als wertvoll erleben können.

 

Reflexionsfrage für Sie: Was oder wen lieben Sie in Ihrem Leben? Und fühlen Sie sich selbst geliebt und wertvoll?

3. Darf ich so sein, wie ich bin? – Die Frage nach Authentizität

Die dritte Grundmotivation fragt: „Darf ich so sein, wie ich bin?“ Es geht um Selbstsein, Authentizität und die Anerkennung durch andere. Können Sie Ihre Meinung sagen? Dürfen Sie Ihre Gefühle zeigen? Oder müssen Sie sich verstellen, anpassen, eine Rolle spielen?

Viele Menschen leben ein Leben, das nicht wirklich ihres ist. Sie erfüllen Erwartungen anderer, spielen Rollen und verlieren dabei sich selbst. Das führt zu innerer Leere, Frustration und oft auch zu psychosomatischen Beschwerden. Der Körper rebelliert, wenn wir dauerhaft gegen unsere eigene Natur leben.

In der existenzanalytischen Psychotherapie arbeiten wir mit der „Personalen Positionsfindung“ – einer Methode, die Ihnen hilft, Ihre authentische Position in Situationen zu finden. Sie lernen, wahrzunehmen, was Sie wirklich fühlen und denken, zu verstehen, warum das so ist, dazu Stellung zu beziehen und dann bewusst zu handeln. Diese Selbstbeziehung ist fundamental für ein sinnerfülltes Leben.

 

Reflexionsfrage für Sie: In welchen Bereichen Ihres Lebens können Sie authentisch Sie selbst sein? Und wo müssen Sie sich verbiegen?

4. Wofür bin ich hier? – Die Frage nach Sinn und Aufgabe

Die vierte und abschließende Grundfrage der Existenzanalyse lautet: „Wofür bin ich hier?“ Das ist die klassische Sinnfrage der Logotherapie nach Viktor Frankl. Hat Ihr Leben eine Richtung? Haben Sie Ziele, die Sie motivieren? Gibt es eine Aufgabe, die auf Sie wartet?

Frankl erkannte, dass der Mensch nicht primär nach Lust oder Macht strebt, sondern nach Sinn. Wenn wir keinen Sinn in unserem Leben sehen, entwickeln wir ein „existenzielles Vakuum“ – eine innere Leere, die zu Depression, Sucht oder destruktivem Verhalten führen kann. Bei der Therapie bei Sinnkrise Wien geht es darum, wieder Sinn zu entdecken oder zu erschaffen.

Wichtig ist: Sinn kann man nicht herstellen oder erzwingen. Sinn findet man, indem man offen für die Möglichkeiten ist, die das Leben bietet. Frankl unterschied drei Wege zum Sinn: schöpferische Werte (was Sie erschaffen), Erlebniswerte (was Sie erleben) und Einstellungswerte (wie Sie zu unveränderlichen Situationen Stellung beziehen).

 

Reflexionsfrage für Sie: Wofür lohnt es sich für Sie zu leben? Was würden Sie gerne in die Welt bringen?

5. Was will das Leben von mir? – Die Umkehrung der Sinnfrage

Viktor Frankl drehte die Sinnfrage radikal um: Nicht „Was erwarte ich vom Leben?“, sondern „Was erwartet das Leben von mir?“ Diese Perspektivänderung ist revolutionär. Sie sind nicht mehr der Fordernde, sondern der Antwortende. Das Leben stellt Ihnen Aufgaben, und Sie sind gefragt, darauf zu antworten.

Diese Umkehrung nimmt den Druck heraus. Sie müssen nicht krampfhaft nach Sinn suchen – er begegnet Ihnen im Alltag in Form von Situationen, Menschen und Aufgaben, die auf Sie warten. In der Logotherapie Wien lernen Sie, diese Rufe des Lebens wahrzunehmen und darauf zu antworten.

Manchmal ist die Aufgabe groß und offensichtlich – etwa die Fürsorge für ein krankes Familienmitglied. Manchmal ist sie klein und unscheinbar – ein freundliches Wort für einen Fremden. Aber jede Situation birgt die Möglichkeit sinnvollen Handelns.

 

Reflexionsfrage für Sie: Welche Aufgaben warten gerade auf Sie? Wer oder was braucht Sie?

6. Was ist mir wirklich wichtig? – Die Frage nach den Werten

Die Wertimagination ist eine zentrale Methode der Existenzanalyse Wien. Sie hilft Ihnen, Ihre persönlichen Werte zu erkennen und danach zu leben. Was ist Ihnen wirklich wichtig im Leben? Familie, Freiheit, Kreativität, Gerechtigkeit, Schönheit, Wachstum?

Viele Menschen leben nicht nach ihren eigenen Werten, sondern nach übernommenen Werten – von den Eltern, der Gesellschaft, den Medien. Das führt zu innerer Zerrissenheit. Wenn Sie etwa Freiheit als Kernwert haben, aber in einem starren Arbeitsverhältnis feststecken, entsteht Leiden. Die psychologische Beratung Wien hilft Ihnen, Ihre Werte zu klären und Ihr Leben danach auszurichten.

In der Therapie arbeiten wir mit Imaginationsübungen, in denen Sie Ihre Werte bildhaft erleben können. Diese Erfahrung gibt Ihnen Orientierung für konkrete Lebensentscheidungen.

 

Reflexionsfrage für Sie: Was würden Sie auf keinen Fall verraten wollen? Wofür würden Sie kämpfen?

7. Was kann ich noch werden? – Die Frage nach Entwicklung und Möglichkeit

Die letzte Schlüsselfrage richtet den Blick nach vorn: „Was kann ich noch werden?“ Hier geht es um Ihre Potenziale, um ungelebte Möglichkeiten, um das, was in Ihnen angelegt ist, aber noch nicht verwirklicht wurde.

Die Existenzanalyse sieht den Menschen als offenes, sich entwickelndes Wesen. Sie sind nicht festgelegt durch Ihre Vergangenheit, Ihre Gene oder Ihre Umstände. Sie haben die Freiheit, sich zu entwickeln, zu lernen, zu wachsen. Diese Perspektive ist besonders wichtig in der Hilfe bei Lebenskrise Wien oder bei Midlife Crisis Therapie Wien.

Viele Menschen haben Träume aufgegeben, Talente begraben, Möglichkeiten ungenutzt gelassen. In der existenzanalytischen Psychotherapie dürfen diese verschütteten Potenziale wieder ans Licht kommen. Es ist nie zu spät, noch einmal neu anzufangen oder einen anderen Weg einzuschlagen.

 

Reflexionsfrage für Sie: Wenn Sie ganz frei wären – was würden Sie gerne noch lernen, erleben oder werden?

Die Antworten liegen in Ihnen

Diese sieben Schlüsselfragen der Existenzanalyse nach Viktor Frankl sind keine akademische Übung – sie sind existenziell im wahrsten Sinne des Wortes. Ihre Antworten auf diese Fragen bestimmen, ob Sie ein erfülltes oder ein leeres Leben führen, ob Sie leiden oder gedeihen.

In meiner Praxis für Existenzanalyse Wien begleite ich Menschen auf ihrer Suche nach einem sinnerfüllten Leben. Die Logotherapie Viktor Frankl und die Existenzanalyse nach Alfried Längle bieten einen bewährten Rahmen für diese existenzielle Arbeit. Sie arbeiten nicht nur an Symptomen, sondern an den fundamentalen Fragen Ihres Lebens.

Ein kostenloses Erstgespräch in meiner Praxis in der Kalvarienberggasse 57/18, 1170 Wien gibt Ihnen die Möglichkeit, diese Fragen gemeinsam mit mir zu erkunden. Auch Online Psychotherapie Wien ist möglich. Zögern Sie nicht – Ihr sinnerfülltes Leben wartet auf Sie.

 


Perfektionismus überwinden: Wenn gut genug nie gut genug ist

Es gibt Menschen, die jede E-Mail dreimal lesen, bevor sie auf Senden drücken. Die nachts wachliegen, weil sie an einem Gespräch von vor drei Tagen kauen. Die ein Projekt immer noch nicht abgeben, weil es noch nicht ganz fertig ist – obwohl es das längst ist. Die sich nach einem gelungenen Abend auf den einen Moment konzentrieren, in dem sie sich ungeschickt ausgedrückt haben. Diese Menschen sind keine Ausnahmen. Perfektionismus ist eines der am weitesten verbreiteten und gleichzeitig am meisten unterschätzten psychischen Muster unserer Zeit. Er wird gesellschaftlich oft als Tugend gefeiert – „Ich bin halt ein Perfektionist“ klingt in Bewerbungsgesprächen fast wie ein Kompliment. Doch hinter dem glänzenden Außenbild verbirgt sich häufig tiefes Leiden: chronische Erschöpfung, lähmende Selbstzweifel, Angst vor Versagen und ein innerer Kritiker, der niemals schweigt. Als Psychotherapeut in Wien begegnet Bernd Thell Perfektionismus in nahezu jeder zweiten Therapie – direkt oder als versteckter Motor hinter Burnout, Angststörungen und Depression.

 

Was Perfektionismus wirklich ist – und was nicht

 

Perfektionismus wird oft mit hohen Standards oder Qualitätsbewusstsein verwechselt. Dabei gibt es einen entscheidenden Unterschied: Wer hohe Standards hat, strebt nach Exzellenz und kann mit dem Erreichten zufrieden sein, wenn es gut genug ist. Ein Perfektionist hingegen knüpft seinen Selbstwert an das Ergebnis. Nicht die Arbeit muss perfekt sein – er selbst muss es sein. Fehler sind keine Lernchancen, sondern Beweise der eigenen Unzulänglichkeit. Erfolge werden kaum wahrgenommen, weil der Blick sofort auf das nächste Ziel springt.

 

Diese Unterscheidung ist fundamental. Denn während gesundes Leistungsstreben motiviert und befriedigt, erschöpft Perfektionismus und macht unglücklich – unabhängig davon, wie viel jemand leistet.

 

Perfektionismus aus existenzanalytischer Sicht

 

Die Existenzanalyse nach Alfried Längle betrachtet Perfektionismus als Ausdruck einer verletzten dritten Grundmotivation: „Darf ich so sein, wie ich bin?“ Perfektionisten haben in der Regel verinnerlicht, dass sie nur dann liebenswert, akzeptabel oder wertvoll sind, wenn sie bestimmten Erwartungen entsprechen. Diese Überzeugung entsteht oft früh – in Familien, in denen Zuneigung an Leistung geknüpft war, oder in sozialen Umfeldern, in denen Fehler beschämt wurden.

 

Das Ergebnis ist ein Mensch, der sich selbst gegenüber fundamental unsicher ist. Er kann sich nicht annehmen, wie er ist – unvollständig, fehlbar, menschlich. In der Therapie bei geringem Selbstwert Wien zeigt sich Perfektionismus daher regelmäßig als eine der Kernursachen: Hinter dem unermüdlichen Streben nach Makellosigkeit steckt die tiefe Angst, ohne diese Makellosigkeit nicht genug zu sein.

 

Die vielen Gesichter des Perfektionismus

 

Perfektionismus ist kein einheitliches Phänomen. Er zeigt sich in verschiedenen Formen und Lebensbereichen – und wird dabei nicht immer als solcher erkannt.

 

Selbstgerichteter Perfektionismus

 

Die häufigste Form richtet sich nach innen: unerbittliche Selbstkritik, überhöhte Ansprüche an die eigene Leistung, das Gefühl, nie wirklich gut genug zu sein. Diese Form ist eng mit Depression und Burnout verknüpft. Burnout Therapie Wien offenbart regelmäßig, dass dahinter ein jahrelanger innerer Feldzug gegen die eigene Unvollkommenheit steckt, der die Ressourcen vollständig aufgezehrt hat.

 

Sozial gerichteter Perfektionismus

 

Manche Menschen glauben, dass andere von ihnen Perfektion erwarten. Sie fürchten Kritik, Ablehnung und negative Beurteilung und passen ihr Verhalten entsprechend an. Diese Form überschneidet sich stark mit sozialer Angst und Sozialphobie Therapie Wien. Die ständige Angst vor dem Urteil anderer führt zu einem erschöpfenden Dauermonitoring des eigenen Verhaltens.

 

Fremdgerichteter Perfektionismus

 

Eine dritte Form richtet sich nach außen: Perfektionisten erwarten von anderen dasselbe, was sie von sich selbst verlangen. Das führt zu Ungeduld, Kontrollbedürfnis und Schwierigkeiten in Beziehungen. Hilfe bei Beziehungsproblemen Wien zeigt, wie Perfektionismus Partnerschaften, Freundschaften und Arbeitsbeziehungen belasten kann, wenn die eigenen Standards zum Maßstab für andere werden.

 

Perfektionismus als Antreiber psychischer Erkrankungen

 

Perfektionismus ist selten ein isoliertes Problem. Er wirkt als stiller Motor, der andere psychische Belastungen antreibt und verstärkt.

 

  • Perfektionismus und Burnout

 

Der Zusammenhang zwischen Perfektionismus und Burnout ist gut belegt. Wer niemals aufhört, weil es immer noch besser gehen könnte, findet keinen Abschluss und keine Erholung. Burnout Behandlung Wien zeigt: Oft ist nicht die Arbeitsmenge das eigentliche Problem, sondern die innere Unfähigkeit, loszulassen und das Erreichte anzuerkennen. Die Batterie leert sich nicht wegen zu vieler Aufgaben, sondern wegen des endlosen inneren Drucks, der auch nach Feierabend nicht aufhört.

 

  • Perfektionismus und Angststörungen

 

Perfektionismus und Angst gehen Hand in Hand. Die Angst vor Fehlern, vor negativer Beurteilung, vor dem Scheitern ist das emotionale Fundament des perfektionistischen Musters. Angststörung Therapie Wien begegnet diesem Zusammenhang regelmäßig: Panikattacken vor Präsentationen, soziale Angst in beruflichen Situationen oder generalisierte Sorgen über mögliche Fehler sind häufige Begleiterscheinungen. Die Angst treibt den Perfektionismus an – und der Perfektionismus verstärkt die Angst.

 

  • Perfektionismus und Depression

 

Wenn der perfektionistische Antreiber über Jahre unerfüllt bleibt, kann das in Depression münden. Die ständige Diskrepanz zwischen dem, was man ist, und dem, was man sein sollte, erzeugt eine erschöpfende innere Spannung. Depression Therapie Wien zeigt: Viele depressive Menschen haben sich nicht trotz ihrer hohen Leistungen deprimiert, sondern wegen der nie endenden Erschöpfung durch den perfektionistischen Anspruch.

 

Wege aus dem Perfektionismus

 

Perfektionismus lässt sich nicht durch schlichte Entschlossenheit überwinden. „Ich hör jetzt einfach auf, so perfektionistisch zu sein“ funktioniert nicht – denn das Muster ist tief verankert und mit grundlegenden Überzeugungen über den eigenen Wert verknüpft. Was hilft, ist eine systematische psychotherapeutische Arbeit auf mehreren Ebenen.

 

Die Überzeugungen hinterfragen

 

Der erste Schritt ist das Bewusstmachen der perfektionistischen Glaubenssätze: „Ich bin nur wertvoll, wenn ich keine Fehler mache.“ „Wenn ich versage, bin ich ein Versager.“ „Andere werden mich ablehnen, wenn sie sehen, wie ich wirklich bin.“ In der psychologischen Beratung Wien arbeiten wir daran, diese Überzeugungen zu identifizieren, zu hinterfragen und durch realistischere, freundlichere Alternativen zu ersetzen.

 

Selbstmitgefühl entwickeln

 

Ein zentrales Gegenmittel gegen Perfektionismus ist Selbstmitgefühl – die Fähigkeit, sich selbst gegenüber so freundlich und verständnisvoll zu sein wie gegenüber einem guten Freund. Das ist für viele Perfektionisten anfangs fast unmöglich, weil sie gelernt haben, dass Selbstkritik sie antreibt und Selbstfreundlichkeit sie faul werden lässt. Das Gegenteil ist wahr: Selbstmitgefühl stärkt die psychische Widerstandskraft, fördert Kreativität und macht nachhaltiger leistungsfähig als Selbstgeißelung. Selbstbewusstsein stärken Wien beginnt hier – nicht mit mehr Leistung, sondern mit mehr Freundlichkeit sich selbst gegenüber.

 

Die innere Erlaubnis zur Unvollkommenheit

 

Die existenzanalytische Arbeit zielt darauf ab, die innere Erlaubnis zu entwickeln, unvollständig sein zu dürfen. Fehlbar. Menschlich. Diese Erlaubnis kommt nicht von außen – sie muss von innen wachsen. In der Therapie erkunden wir, woher das Verbot kam, Fehler zu machen, und arbeiten daran, die dritte Grundmotivation zu stärken: „Ja, ich darf so sein, wie ich bin. Auch mit meinen Schwächen. Auch wenn ich nicht perfekt bin.“

 

Konkrete Verhaltensänderungen üben

 

Neben der inneren Arbeit braucht es auch konkrete Übungen im Alltag. Das bewusste Abgeben von Aufgaben, ohne sie vorher nochmals zu überprüfen. Das Senden einer E-Mail, die gut genug ist, nicht perfekt. Das Zulassen von Fehlern in kleinen, risikoarmen Situationen. Diese Exposition gegenüber der eigenen Unvollkommenheit zeigt dem Nervensystem: Die befürchtete Katastrophe tritt nicht ein. Stressbewältigung Wien beinhaltet bei Perfektionisten immer auch diese Art von verhaltensbezogener Arbeit.

 

Gut genug ist wirklich gut genug

 

Perfektionismus verspricht Sicherheit durch Makellosigkeit – aber er hält dieses Versprechen nie. Denn selbst wenn man perfekt wäre, würde der innere Kritiker neue Maßstäbe setzen. Der einzige Ausweg ist nicht perfektere Leistung, sondern ein anderes Verhältnis zu sich selbst: eines, das auf Selbstannahme statt auf Selbstoptimierung basiert.

 

Wer sich in diesen Zeilen wiedererkennt, findet in Bernd Thells Praxis in der Kalvarienberggasse 57/18 in Wien Hernals einen erfahrenen Gesprächspartner. Die Existenzanalyse und Logotherapie bieten für Menschen, die sich selbst gegenüber niemals gnädig sind, einen besonders hilfreichen Rahmen: Sie fragen nicht, wie man besser wird – sondern wie man lernt, das zu bejahen, was man bereits ist. Ein Erstgespräch ist kostenlos und unverbindlich, telefonisch, per Video oder in der Praxis.


Wenn die Arbeit krank macht: Psychische Belastung am Arbeitsplatz erkennen und behandeln

Arbeit gibt dem Leben Struktur, Sinn und soziale Einbindung. Sie ist eine der wichtigsten Quellen menschlicher Erfüllung – und gleichzeitig eine der häufigsten Ursachen psychischer Erkrankungen. In Österreich sind psychische Störungen mittlerweile der häufigste Grund für Krankenstände und Frühpensionierungen. Laut aktuellen Studien leiden über zwei Millionen Österreicherinnen und Österreicher an einer psychiatrischen Erkrankung – ein erheblicher Teil davon mit direktem Zusammenhang zur Arbeitswelt. Burnout, chronischer Stress, toxische Arbeitsverhältnisse und der permanente Druck, leisten und funktionieren zu müssen, hinterlassen tiefe Spuren in der Psyche. Als Psychotherapeut in Wien begegne ich diesem Thema täglich – und erlebe, wie lange Menschen warten, bevor sie sich Hilfe holen.

Wo Arbeit aufhört, gut zu tun

Arbeit wird dann zum Problem, wenn sie dauerhaft mehr kostet, als sie gibt. Das klingt einfach – ist in der Praxis aber schwer zu erkennen, weil sich die Überlastung meist schleichend entwickelt. Niemand entscheidet sich bewusst dafür, sich kaputtzuarbeiten. Es passiert in kleinen Schritten: ein bisschen länger bleiben, ein Wochenende opfern, den Urlaub verkürzen. Irgendwann ist die innere Reserve aufgebraucht – und der Körper oder die Psyche schlägt Alarm.

Wann wird Arbeitsstress zur psychischen Erkrankung?

Stress ist zunächst eine normale, biologisch sinnvolle Reaktion auf Anforderungen. Kurzfristiger Stress kann sogar motivierend wirken. Problematisch wird es, wenn der Stress chronisch wird – wenn der Körper keine Erholungsphasen mehr kennt und dauerhaft im Ausnahmezustand bleibt. Dann spricht man von pathologischem Stress, der in Burnout, Depression oder Angststörungen münden kann.

 

Die Grenze zwischen vorübergehender Belastung und ernsthafter psychischer Erkrankung ist fließend. Einige Warnsignale, die ernst genommen werden sollten:

  • Anhaltende Erschöpfung, die durch Schlaf und Erholung nicht besser wird
  • Zunehmende Gleichgültigkeit gegenüber der Arbeit und den eigenen Leistungen
  • Konzentrationsprobleme, Vergesslichkeit und mentale Leere
  • Reizbarkeit, emotionale Instabilität und der Verlust von Empathie
  • Körperliche Beschwerden wie Kopfschmerzen, Rückenschmerzen oder Magen-Darm-Probleme ohne organischen Befund
  • Das Gefühl, nie gut genug zu sein, egal wie viel man leistet

 

Burnout: Wenn das Feuer erlischt

Burnout Therapie Wien ist eines der meistgesuchten Themen in meiner Praxis. Und das aus gutem Grund: Burnout ist in der österreichischen Arbeitswelt zu einem Massenphänomen geworden. Der Begriff beschreibt einen Zustand totaler emotionaler, mentaler und körperlicher Erschöpfung, der durch chronische Überforderung entsteht.

Was viele nicht wissen: Burnout trifft nicht nur Überarbeitung, sondern auch Unterforderung. Langeweile, fehlende Wertschätzung oder sinnentleerte Arbeit können genauso in ein Burnout führen wie exzessive Arbeitsbelastung. Hier setzt die Existenzanalyse Wien besonders präzise an – denn sie fragt nicht nur „Wie viel arbeiten Sie?“, sondern „Warum arbeiten Sie? Wofür tun Sie das? Und macht das, was Sie tun, für Sie Sinn?“

Die vierte Grundmotivation nach Alfried Längle – „Wofür bin ich hier?“ – ist in Burnout-Situationen fast immer beeinträchtigt. Menschen spüren, dass ihre Arbeit keinen Sinn mehr ergibt, dass sie sich selbst dabei verlieren und dass die innere Zustimmung zu dem, was sie täglich tun, fehlt. Hilfe bei Burnout Wien bedeutet in der existenzanalytischen Therapie daher immer auch: die Sinnfrage neu zu stellen.

 

Toxische Arbeitsverhältnisse und ihre Folgen

Nicht jede psychische Belastung durch Arbeit ist selbst verschuldet. Toxische Führungsstile, Mobbing, strukturelle Überforderung oder mangelnde Wertschätzung durch Vorgesetzte sind externe Faktoren, die massive psychische Schäden anrichten können. Burnout Behandlung Wien zeigt regelmäßig, dass viele Betroffene jahrelang in Verhältnissen ausgeharrt haben, die ihrer psychischen Gesundheit fundamental geschadet haben.

Mobbing am Arbeitsplatz

Mobbing ist eine systematische, wiederholte Schikane, die gezielt eingesetzt wird, um jemanden zu isolieren, zu erniedrigen oder aus dem Arbeitsverhältnis zu drängen. Die Folgen sind gravierend: Angststörungen, Depressionen, Traumatisierungen und ein tiefes Misstrauen gegenüber anderen Menschen. Wer von Mobbing betroffen ist, braucht nicht nur rechtliche Unterstützung, sondern auch psychotherapeutische Begleitung Wien, um die erlittenen Verletzungen zu verarbeiten.

Perfektionismus und Selbstausbeutung

Manchmal liegt die toxische Dynamik nicht im Außen, sondern im eigenen inneren Antreiber. Perfektionismus, überhöhte Leistungsansprüche und die Unfähigkeit, eigene Grenzen zu setzen, sind häufige Mitverursacher psychischer Belastung am Arbeitsplatz. Die dritte Grundmotivation der Existenzanalyse fragt hier: „Darf ich so sein, wie ich bin – auch mit meinen Grenzen und Fehlern?“ Wer diese Frage nicht bejahen kann, wird sich immer weiter antreiben, bis nichts mehr geht.

 

Der Zusammenhang zwischen Arbeitsstress und Sinnverlust

Ein zentrales Thema in der Stressbewältigung Wien ist die Frage nach dem Sinn der eigenen Arbeit. Viktor Frankl lehrte, dass Menschen fast jede Belastung ertragen können, wenn sie einen Sinn darin sehen. Umgekehrt gilt: Selbst objektiv moderate Anforderungen können unerträglich werden, wenn sie als sinnlos empfunden werden.

Viele Menschen in Wien arbeiten in Jobs, die ihren eigentlichen Werten und Talenten widersprechen. Sie haben irgendwann den Weg des geringsten Widerstands genommen oder sich von äußeren Erwartungen leiten lassen – und merken Jahre später, dass sie in einem Leben gelandet sind, das sich nicht wie ihres anfühlt. In der Therapie bei Sinnkrise Wien arbeiten wir daran, diese verschütteten Werte wieder freizulegen und Möglichkeiten zu erkunden, die Arbeit wieder mit Bedeutung zu füllen – oder mutige Veränderungen anzugehen.

 

Wann ist professionelle Hilfe notwendig?

Die Hemmschwelle, wegen arbeitsbedingter psychischer Belastung eine Psychotherapie Wien in Anspruch zu nehmen, ist oft hoch. Viele Menschen warten zu lang, weil sie glauben, es müsse noch schlimmer werden, bevor Hilfe gerechtfertigt ist. Das Gegenteil ist richtig: Je früher professionelle Unterstützung beginnt, desto kürzer und wirksamer ist der Heilungsprozess.

 

Professionelle Hilfe ist sinnvoll, wenn:

  • Die Erschöpfung trotz Erholungsphasen nicht nachlässt
  • Körperliche Symptome auftreten, für die kein organischer Befund gefunden wird
  • Sich Gleichgültigkeit, Zynismus oder innere Leere breitmachen
  • Alkohol, Medikamente oder andere Substanzen zur Bewältigung eingesetzt werden
  • Die Arbeit zunehmend Beziehungen, Hobbys und das Privatleben verdrängt
  • Gedanken auftreten, alles hinzuwerfen oder zu fliehen, ohne konkrete Alternative

 

Psychologische Hilfe Wien ist in solchen Situationen keine Schwäche – sie ist die klügste Entscheidung, die Sie für sich und Ihr Leben treffen können.

 

Arbeit und psychische Gesundheit neu denken

Der Weg aus der arbeitsbedingten psychischen Erkrankung führt fast immer über eine tiefere Auseinandersetzung mit sich selbst. Was brauche ich wirklich? Was bin ich bereit zu geben – und was nicht mehr? Was macht mein Leben lebenswert, jenseits von Leistung und Erfolg? Diese Fragen sind unbequem, aber heilsam.

Die Existenzanalyse und Logotherapie nach Viktor Frankl bieten hier einen einzigartigen therapeutischen Rahmen. Sie betrachten Burnout und Arbeitsstress nicht als isolierte Symptome, sondern als Ausdruck tieferer existenzieller Fragen: nach Sinn, Wert, Authentizität und dem, was das Leben wirklich trägt.

 

Dipl. Päd. Bernd Thell begleitet Menschen in seiner Praxis in Wien Hernals auf genau diesem Weg. Was seine Arbeit auszeichnet, ist der ganzheitliche Blick: nicht nur auf die Erschöpfung, die Symptome und den Druck von außen, sondern auf den Menschen dahinter – seine Werte, seine Geschichte, seine Möglichkeiten. Ein erstes Gespräch, das auch telefonisch oder per Videokonferenz stattfinden kann, ist oft der Moment, in dem etwas Entscheidendes kippt: die Erkenntnis, dass man nicht allein ist mit dem, was man trägt.


10 bewährte Wege aus der Depression: Praktische Hilfe in Wien

Depression ist mehr als nur eine vorübergehende Traurigkeit – sie ist eine ernsthafte Erkrankung, die das gesamte Leben beeinträchtigen kann. In Wien leiden schätzungsweise 15-20% der Bevölkerung mindestens einmal im Leben an einer depressiven Episode. Die gute Nachricht: Depression ist behandelbar, und es gibt verschiedene bewährte Wege, die aus der Dunkelheit herausführen können. Als Psychotherapeut in 1170 Wien mit Schwerpunkt Existenzanalyse und Logotherapie nach Viktor Frankl möchte ich Ihnen zehn evidenzbasierte Ansätze vorstellen, die sich in der Praxis bewährt haben.

1. Professionelle Psychotherapie in Anspruch nehmen

Der wichtigste und wirksamste Schritt aus der Depression ist die professionelle psychotherapeutische Begleitung. Eine Depression Therapie Wien bietet Ihnen einen geschützten Raum, in dem Sie Ihre Gefühle, Gedanken und Verhaltensweisen unter fachkundiger Anleitung erforschen können. Die Existenzanalyse setzt dabei nicht nur an den Symptomen an, sondern geht den existenziellen Ursachen auf den Grund: Wo fehlt der Halt im Leben? Wo ist die Beziehung zu sich selbst verloren gegangen? Wo fehlt der Sinn?

In meiner Praxis für Psychotherapie 1170 Wien arbeite ich mit der existenzanalytischen Methode nach Alfried Längle, die auf Viktor Frankls Logotherapie aufbaut. Diese Therapieform hat sich besonders bei Depressionen bewährt, da sie den Menschen als ganzheitliches Wesen betrachtet und ihm hilft, wieder Zugang zu seinen eigenen Werten und seinem persönlichen Lebenssinn zu finden. Die Hilfe bei Depression Wien beginnt mit einem kostenlosen Erstgespräch, in dem wir gemeinsam herausfinden, welcher therapeutische Weg für Sie der richtige ist.

2. Die vier existenziellen Grundmotivationen erkunden

Die Existenzanalyse kennt vier fundamentale Grundbedingungen für ein erfülltes Leben. Wenn eine oder mehrere dieser Grundmotivationen beeinträchtigt sind, kann dies zu depressiven Verstimmungen führen. Die vier Fragen lauten:

  • Kann ich in dieser Welt sein? (Halt und Schutz)
  • Mag ich leben? (Beziehung und Wert)
  • Darf ich so sein, wie ich bin? (Selbstwert und Authentizität)
  • Wofür bin ich hier? (Sinn und Zukunft)

 

In der Depression Behandlung Wien arbeiten wir systematisch daran, diese vier Bereiche zu stärken. Oft zeigt sich, dass Depression dort entsteht, wo grundlegende Lebensbedingungen nicht gegeben sind – etwa wenn jemand sich nirgendwo wirklich aufgehoben fühlt, wenn das Leben als wertlos erscheint, wenn man sich selbst ablehnt oder wenn jeder Sinn verloren gegangen ist. Die therapeutische Arbeit zielt darauf ab, diese existenziellen Fundamente wieder aufzubauen.

3. Aktivierung durch Struktur und Routine

Auch wenn es paradox klingen mag: Gerade in der Depression ist es wichtig, eine Tagesstruktur aufrechtzuerhalten oder neu zu etablieren. Depression führt oft zu Antriebslosigkeit und sozialem Rückzug, was die Symptome noch verstärkt. Eine feste Routine mit regelmäßigen Aufsteh- und Schlafenszeiten, geplanten Mahlzeiten und kleinen, erreichbaren Tageszielen kann helfen, diesem Teufelskreis zu entkommen.

In der psychotherapeutischen Begleitung in Wien entwickeln wir gemeinsam einen realistischen Tagesplan, der weder überfordert noch unterfordert. Wichtig ist dabei, dass Sie sich nicht zu viel vornehmen. Kleine Schritte sind der Schlüssel: Ein kurzer Spaziergang, ein Telefonat mit einem Freund, das Zubereiten einer Mahlzeit – jede bewältigte Aktivität stärkt das Gefühl von Selbstwirksamkeit und kann die depressive Stimmung allmählich auflösen.

4. Bewegung als natürliches Antidepressivum

Zahlreiche Studien belegen die antidepressive Wirkung von körperlicher Aktivität. Bewegung setzt Endorphine frei, verbessert die Durchblutung des Gehirns, reguliert Stresshormone und kann die Stimmung nachweislich heben. Sie müssen kein Hochleistungssportler werden – schon 30 Minuten moderate Bewegung drei- bis fünfmal pro Woche können einen deutlichen Unterschied machen.

Besonders empfehlenswert sind Aktivitäten an der frischen Luft: Spaziergänge in den Wiener Parks wie dem Türkenschanzpark in Währing oder am Schafberg in Hernals verbinden Bewegung mit Naturerleben und Tageslicht – alles Faktoren, die sich positiv auf die Stimmung auswirken. In der Stressbewältigung Wien spielt Bewegung eine zentrale Rolle, denn sie hilft nicht nur bei Depression, sondern auch bei Angst und Anspannung.

5. Soziale Kontakte pflegen und Isolation durchbrechen

Depression isoliert. Betroffene ziehen sich zurück, meiden soziale Kontakte und geraten dadurch in eine noch tiefere Einsamkeit. Doch gerade der Kontakt zu anderen Menschen ist ein wichtiger Schutzfaktor gegen Depression. Die zweite Grundmotivation der Existenzanalyse fragt: „Mag ich leben?“ – und diese Frage wird maßgeblich durch gelingende Beziehungen beantwortet.

Versuchen Sie, auch wenn es schwerfällt, regelmäßigen Kontakt zu mindestens einer vertrauten Person zu halten. Das kann ein Familienmitglied, ein Freund oder auch eine Selbsthilfegruppe sein. In Wien gibt es zahlreiche Angebote für Menschen mit Depression. Auch die Hilfe bei Beziehungsproblemen Wien kann relevant sein, denn oft gehen Depression und Schwierigkeiten in Partnerschaften oder anderen wichtigen Beziehungen Hand in Hand. In der Psychotherapie arbeiten wir daran, dass Sie wieder Zugang zu anderen Menschen finden und tragfähige Beziehungen aufbauen können.

6. Sinnfindung durch Logotherapie nach Viktor Frankl

Viktor Frankl, der Begründer der Logotherapie, hat selbst schwerste Lebenskrisen durchlebt und daraus eine therapeutische Methode entwickelt, die auf der Suche nach Sinn basiert. Seine zentrale Erkenntnis: Der Mensch kann fast jedes Leiden ertragen, wenn er einen Sinn darin findet. Diese Logotherapie Wien ist besonders bei existenziellen Depressionen hilfreich – also bei jenen Formen der Depression, die mit Sinnverlust, innerer Leere und dem Gefühl der Sinnlosigkeit einhergehen.

In der Therapie bei Sinnkrise Wien erkunden wir gemeinsam drei mögliche Quellen von Sinn: schöpferische Werte (was Sie in die Welt bringen), Erlebniswerte (was Sie aus der Welt empfangen) und Einstellungswerte (wie Sie zu unveränderlichen Situationen Stellung beziehen). Selbst in der Depression gibt es Sinnmöglichkeiten – oft liegt der erste Schritt darin, die Depression selbst als Entwicklungsaufgabe zu verstehen und aktiv an der eigenen Heilung mitzuwirken.

7. Achtsamkeit und Gegenwärtigkeit üben

Depressives Denken kreist oft um die Vergangenheit (Grübeln über Vergangenes, Schuldgefühle) oder die Zukunft (Sorgen, Hoffnungslosigkeit). Achtsamkeitsübungen helfen dabei, wieder im gegenwärtigen Moment anzukommen. Achtsamkeit bedeutet, die Aufmerksamkeit bewusst auf das Hier und Jetzt zu richten, ohne zu bewerten.

Einfache Achtsamkeitsübungen für den Alltag sind: bewusstes Atmen, achtsames Essen, Bodyscans oder Spaziergänge, bei denen Sie Ihre Sinneswahrnehmungen bewusst wahrnehmen. In der psychologischen Beratung Wien integrieren wir Achtsamkeitselemente in die existenzanalytische Arbeit, denn Achtsamkeit ist eine wichtige Voraussetzung für die „Personale Positionsfindung“ – also die Fähigkeit, zu sich selbst und zur Situation authentisch Stellung zu beziehen.

8. Negative Denkmuster erkennen und verändern

Depression geht fast immer mit charakteristischen Denkmustern einher: Schwarz-Weiß-Denken, Übergeneralisierung, Katastrophisieren, sich selbst die Schuld geben. Diese automatischen negativen Gedanken verstärken die depressive Stimmung und halten sie aufrecht. Ein wichtiger Schritt in der Depression Hilfe Wien ist es, diese Denkmuster bewusst zu machen und zu hinterfragen.

In der Gesprächstherapie Wien arbeiten wir mit der Methode der „Personalen Existenzanalyse“, bei der wir systematisch erkunden: Was denke ich? Was fühle ich? Was ist wirklich wahr? Was würde ich tun wollen? Durch diese phänomenologische Vorgehensweise lernen Sie, Ihre Gedanken nicht einfach als Tatsachen hinzunehmen, sondern sie kritisch zu prüfen und gegebenenfalls neue, realistischere Perspektiven zu entwickeln.

9. Selbstfürsorge und kleine Freuden im Alltag

In der Depression verlieren Menschen oft jede Form von Selbstfürsorge. Hygiene wird vernachlässigt, Mahlzeiten ausgelassen, Hobbys aufgegeben. Doch gerade kleine Akte der Selbstfürsorge können wie Anker wirken, die Sie im Leben halten. Beginnen Sie mit winzigen Schritten: eine warme Dusche, eine Tasse guten Tee, zehn Minuten Musik hören, die Sie mögen.

Die dritte Grundmotivation der Existenzanalyse fragt: „Darf ich so sein?“ In der Depression ist die Antwort oft ein klares Nein – Betroffene verurteilen sich selbst, fühlen sich wertlos und unwürdig. Selbstfürsorge ist eine Übung in Selbstannahme. Jede kleine Handlung, mit der Sie gut für sich sorgen, ist eine Botschaft an sich selbst: Ich bin es wert, dass man sich um mich kümmert. In der Therapie bei geringem Selbstwert Wien arbeiten wir gezielt daran, diese Selbstbeziehung zu heilen.

10. Bei Bedarf: Medikamentöse Unterstützung in Kombination mit Psychotherapie

Bei mittelschweren bis schweren Depressionen kann eine medikamentöse Behandlung sinnvoll oder sogar notwendig sein. Antidepressiva können die neurobiologischen Grundlagen der Depression beeinflussen und so eine Basis schaffen, auf der psychotherapeutische Arbeit erst möglich wird. Wichtig ist: Medikamente allein heilen keine Depression – sie können aber den Weg zur Heilung bahnen.

Die Kombination aus Medikation und Psychotherapie gilt als besonders wirksam. In meiner Praxis für Psychotherapie Hernals arbeite ich eng mit Psychiatern und Hausärzten zusammen, um eine optimale Versorgung zu gewährleisten. Die existenzanalytische Psychotherapie kann parallel zur medikamentösen Behandlung stattfinden und hilft dabei, die tieferliegenden existenziellen Ursachen der Depression zu bearbeiten.

Der Weg aus der Depression ist möglich

Depression ist eine ernsthafte Erkrankung, aber sie ist behandelbar. Die hier vorgestellten zehn Wege haben sich in der Praxis bewährt und können einzeln oder in Kombination angewendet werden. Besonders wichtig ist: Holen Sie sich professionelle Hilfe. Sie müssen diesen Weg nicht allein gehen.

 

In meiner Praxis für Existenzanalyse Wien biete ich Ihnen einen sicheren Raum für Ihre persönliche Entwicklung. Die existenzanalytische Psychotherapie nach Viktor Frankl und Alfried Längle hat sich besonders bei Depression bewährt, weil sie nicht nur Symptome lindert, sondern den Menschen hilft, wieder einen tragfähigen Lebenssinn zu finden. Wenn Sie unter Depression leiden oder jemanden kennen, der Hilfe braucht, zögern Sie nicht, Kontakt aufzunehmen.

 

Ein kostenloses Erstgespräch in meiner Praxis in der Kalvarienberggasse 57/18, 1170 Wien (Hernals) gibt Ihnen die Möglichkeit, mich und meine Arbeitsweise kennenzulernen. Gemeinsam finden wir heraus, welcher Weg für Sie der richtige ist. Psychotherapie Wien – auch online oder telefonisch möglich – kann der erste Schritt in ein neues, erfüllteres Leben sein.


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