Perfektionismus überwinden: Wenn gut genug nie gut genug ist

Es gibt Menschen, die jede E-Mail dreimal lesen, bevor sie auf Senden drücken. Die nachts wachliegen, weil sie an einem Gespräch von vor drei Tagen kauen. Die ein Projekt immer noch nicht abgeben, weil es noch nicht ganz fertig ist – obwohl es das längst ist. Die sich nach einem gelungenen Abend auf den einen Moment konzentrieren, in dem sie sich ungeschickt ausgedrückt haben. Diese Menschen sind keine Ausnahmen. Perfektionismus ist eines der am weitesten verbreiteten und gleichzeitig am meisten unterschätzten psychischen Muster unserer Zeit. Er wird gesellschaftlich oft als Tugend gefeiert – „Ich bin halt ein Perfektionist“ klingt in Bewerbungsgesprächen fast wie ein Kompliment. Doch hinter dem glänzenden Außenbild verbirgt sich häufig tiefes Leiden: chronische Erschöpfung, lähmende Selbstzweifel, Angst vor Versagen und ein innerer Kritiker, der niemals schweigt. Als Psychotherapeut in Wien begegnet Bernd Thell Perfektionismus in nahezu jeder zweiten Therapie – direkt oder als versteckter Motor hinter Burnout, Angststörungen und Depression.

 

Was Perfektionismus wirklich ist – und was nicht

 

Perfektionismus wird oft mit hohen Standards oder Qualitätsbewusstsein verwechselt. Dabei gibt es einen entscheidenden Unterschied: Wer hohe Standards hat, strebt nach Exzellenz und kann mit dem Erreichten zufrieden sein, wenn es gut genug ist. Ein Perfektionist hingegen knüpft seinen Selbstwert an das Ergebnis. Nicht die Arbeit muss perfekt sein – er selbst muss es sein. Fehler sind keine Lernchancen, sondern Beweise der eigenen Unzulänglichkeit. Erfolge werden kaum wahrgenommen, weil der Blick sofort auf das nächste Ziel springt.

 

Diese Unterscheidung ist fundamental. Denn während gesundes Leistungsstreben motiviert und befriedigt, erschöpft Perfektionismus und macht unglücklich – unabhängig davon, wie viel jemand leistet.

 

Perfektionismus aus existenzanalytischer Sicht

 

Die Existenzanalyse nach Alfried Längle betrachtet Perfektionismus als Ausdruck einer verletzten dritten Grundmotivation: „Darf ich so sein, wie ich bin?“ Perfektionisten haben in der Regel verinnerlicht, dass sie nur dann liebenswert, akzeptabel oder wertvoll sind, wenn sie bestimmten Erwartungen entsprechen. Diese Überzeugung entsteht oft früh – in Familien, in denen Zuneigung an Leistung geknüpft war, oder in sozialen Umfeldern, in denen Fehler beschämt wurden.

 

Das Ergebnis ist ein Mensch, der sich selbst gegenüber fundamental unsicher ist. Er kann sich nicht annehmen, wie er ist – unvollständig, fehlbar, menschlich. In der Therapie bei geringem Selbstwert Wien zeigt sich Perfektionismus daher regelmäßig als eine der Kernursachen: Hinter dem unermüdlichen Streben nach Makellosigkeit steckt die tiefe Angst, ohne diese Makellosigkeit nicht genug zu sein.

 

Die vielen Gesichter des Perfektionismus

 

Perfektionismus ist kein einheitliches Phänomen. Er zeigt sich in verschiedenen Formen und Lebensbereichen – und wird dabei nicht immer als solcher erkannt.

 

Selbstgerichteter Perfektionismus

 

Die häufigste Form richtet sich nach innen: unerbittliche Selbstkritik, überhöhte Ansprüche an die eigene Leistung, das Gefühl, nie wirklich gut genug zu sein. Diese Form ist eng mit Depression und Burnout verknüpft. Burnout Therapie Wien offenbart regelmäßig, dass dahinter ein jahrelanger innerer Feldzug gegen die eigene Unvollkommenheit steckt, der die Ressourcen vollständig aufgezehrt hat.

 

Sozial gerichteter Perfektionismus

 

Manche Menschen glauben, dass andere von ihnen Perfektion erwarten. Sie fürchten Kritik, Ablehnung und negative Beurteilung und passen ihr Verhalten entsprechend an. Diese Form überschneidet sich stark mit sozialer Angst und Sozialphobie Therapie Wien. Die ständige Angst vor dem Urteil anderer führt zu einem erschöpfenden Dauermonitoring des eigenen Verhaltens.

 

Fremdgerichteter Perfektionismus

 

Eine dritte Form richtet sich nach außen: Perfektionisten erwarten von anderen dasselbe, was sie von sich selbst verlangen. Das führt zu Ungeduld, Kontrollbedürfnis und Schwierigkeiten in Beziehungen. Hilfe bei Beziehungsproblemen Wien zeigt, wie Perfektionismus Partnerschaften, Freundschaften und Arbeitsbeziehungen belasten kann, wenn die eigenen Standards zum Maßstab für andere werden.

 

Perfektionismus als Antreiber psychischer Erkrankungen

 

Perfektionismus ist selten ein isoliertes Problem. Er wirkt als stiller Motor, der andere psychische Belastungen antreibt und verstärkt.

 

  • Perfektionismus und Burnout

 

Der Zusammenhang zwischen Perfektionismus und Burnout ist gut belegt. Wer niemals aufhört, weil es immer noch besser gehen könnte, findet keinen Abschluss und keine Erholung. Burnout Behandlung Wien zeigt: Oft ist nicht die Arbeitsmenge das eigentliche Problem, sondern die innere Unfähigkeit, loszulassen und das Erreichte anzuerkennen. Die Batterie leert sich nicht wegen zu vieler Aufgaben, sondern wegen des endlosen inneren Drucks, der auch nach Feierabend nicht aufhört.

 

  • Perfektionismus und Angststörungen

 

Perfektionismus und Angst gehen Hand in Hand. Die Angst vor Fehlern, vor negativer Beurteilung, vor dem Scheitern ist das emotionale Fundament des perfektionistischen Musters. Angststörung Therapie Wien begegnet diesem Zusammenhang regelmäßig: Panikattacken vor Präsentationen, soziale Angst in beruflichen Situationen oder generalisierte Sorgen über mögliche Fehler sind häufige Begleiterscheinungen. Die Angst treibt den Perfektionismus an – und der Perfektionismus verstärkt die Angst.

 

  • Perfektionismus und Depression

 

Wenn der perfektionistische Antreiber über Jahre unerfüllt bleibt, kann das in Depression münden. Die ständige Diskrepanz zwischen dem, was man ist, und dem, was man sein sollte, erzeugt eine erschöpfende innere Spannung. Depression Therapie Wien zeigt: Viele depressive Menschen haben sich nicht trotz ihrer hohen Leistungen deprimiert, sondern wegen der nie endenden Erschöpfung durch den perfektionistischen Anspruch.

 

Wege aus dem Perfektionismus

 

Perfektionismus lässt sich nicht durch schlichte Entschlossenheit überwinden. „Ich hör jetzt einfach auf, so perfektionistisch zu sein“ funktioniert nicht – denn das Muster ist tief verankert und mit grundlegenden Überzeugungen über den eigenen Wert verknüpft. Was hilft, ist eine systematische psychotherapeutische Arbeit auf mehreren Ebenen.

 

Die Überzeugungen hinterfragen

 

Der erste Schritt ist das Bewusstmachen der perfektionistischen Glaubenssätze: „Ich bin nur wertvoll, wenn ich keine Fehler mache.“ „Wenn ich versage, bin ich ein Versager.“ „Andere werden mich ablehnen, wenn sie sehen, wie ich wirklich bin.“ In der psychologischen Beratung Wien arbeiten wir daran, diese Überzeugungen zu identifizieren, zu hinterfragen und durch realistischere, freundlichere Alternativen zu ersetzen.

 

Selbstmitgefühl entwickeln

 

Ein zentrales Gegenmittel gegen Perfektionismus ist Selbstmitgefühl – die Fähigkeit, sich selbst gegenüber so freundlich und verständnisvoll zu sein wie gegenüber einem guten Freund. Das ist für viele Perfektionisten anfangs fast unmöglich, weil sie gelernt haben, dass Selbstkritik sie antreibt und Selbstfreundlichkeit sie faul werden lässt. Das Gegenteil ist wahr: Selbstmitgefühl stärkt die psychische Widerstandskraft, fördert Kreativität und macht nachhaltiger leistungsfähig als Selbstgeißelung. Selbstbewusstsein stärken Wien beginnt hier – nicht mit mehr Leistung, sondern mit mehr Freundlichkeit sich selbst gegenüber.

 

Die innere Erlaubnis zur Unvollkommenheit

 

Die existenzanalytische Arbeit zielt darauf ab, die innere Erlaubnis zu entwickeln, unvollständig sein zu dürfen. Fehlbar. Menschlich. Diese Erlaubnis kommt nicht von außen – sie muss von innen wachsen. In der Therapie erkunden wir, woher das Verbot kam, Fehler zu machen, und arbeiten daran, die dritte Grundmotivation zu stärken: „Ja, ich darf so sein, wie ich bin. Auch mit meinen Schwächen. Auch wenn ich nicht perfekt bin.“

 

Konkrete Verhaltensänderungen üben

 

Neben der inneren Arbeit braucht es auch konkrete Übungen im Alltag. Das bewusste Abgeben von Aufgaben, ohne sie vorher nochmals zu überprüfen. Das Senden einer E-Mail, die gut genug ist, nicht perfekt. Das Zulassen von Fehlern in kleinen, risikoarmen Situationen. Diese Exposition gegenüber der eigenen Unvollkommenheit zeigt dem Nervensystem: Die befürchtete Katastrophe tritt nicht ein. Stressbewältigung Wien beinhaltet bei Perfektionisten immer auch diese Art von verhaltensbezogener Arbeit.

 

Gut genug ist wirklich gut genug

 

Perfektionismus verspricht Sicherheit durch Makellosigkeit – aber er hält dieses Versprechen nie. Denn selbst wenn man perfekt wäre, würde der innere Kritiker neue Maßstäbe setzen. Der einzige Ausweg ist nicht perfektere Leistung, sondern ein anderes Verhältnis zu sich selbst: eines, das auf Selbstannahme statt auf Selbstoptimierung basiert.

 

Wer sich in diesen Zeilen wiedererkennt, findet in Bernd Thells Praxis in der Kalvarienberggasse 57/18 in Wien Hernals einen erfahrenen Gesprächspartner. Die Existenzanalyse und Logotherapie bieten für Menschen, die sich selbst gegenüber niemals gnädig sind, einen besonders hilfreichen Rahmen: Sie fragen nicht, wie man besser wird – sondern wie man lernt, das zu bejahen, was man bereits ist. Ein Erstgespräch ist kostenlos und unverbindlich, telefonisch, per Video oder in der Praxis.


Wenn die Arbeit krank macht: Psychische Belastung am Arbeitsplatz erkennen und behandeln

Arbeit gibt dem Leben Struktur, Sinn und soziale Einbindung. Sie ist eine der wichtigsten Quellen menschlicher Erfüllung – und gleichzeitig eine der häufigsten Ursachen psychischer Erkrankungen. In Österreich sind psychische Störungen mittlerweile der häufigste Grund für Krankenstände und Frühpensionierungen. Laut aktuellen Studien leiden über zwei Millionen Österreicherinnen und Österreicher an einer psychiatrischen Erkrankung – ein erheblicher Teil davon mit direktem Zusammenhang zur Arbeitswelt. Burnout, chronischer Stress, toxische Arbeitsverhältnisse und der permanente Druck, leisten und funktionieren zu müssen, hinterlassen tiefe Spuren in der Psyche. Als Psychotherapeut in Wien begegne ich diesem Thema täglich – und erlebe, wie lange Menschen warten, bevor sie sich Hilfe holen.

Wo Arbeit aufhört, gut zu tun

Arbeit wird dann zum Problem, wenn sie dauerhaft mehr kostet, als sie gibt. Das klingt einfach – ist in der Praxis aber schwer zu erkennen, weil sich die Überlastung meist schleichend entwickelt. Niemand entscheidet sich bewusst dafür, sich kaputtzuarbeiten. Es passiert in kleinen Schritten: ein bisschen länger bleiben, ein Wochenende opfern, den Urlaub verkürzen. Irgendwann ist die innere Reserve aufgebraucht – und der Körper oder die Psyche schlägt Alarm.

Wann wird Arbeitsstress zur psychischen Erkrankung?

Stress ist zunächst eine normale, biologisch sinnvolle Reaktion auf Anforderungen. Kurzfristiger Stress kann sogar motivierend wirken. Problematisch wird es, wenn der Stress chronisch wird – wenn der Körper keine Erholungsphasen mehr kennt und dauerhaft im Ausnahmezustand bleibt. Dann spricht man von pathologischem Stress, der in Burnout, Depression oder Angststörungen münden kann.

 

Die Grenze zwischen vorübergehender Belastung und ernsthafter psychischer Erkrankung ist fließend. Einige Warnsignale, die ernst genommen werden sollten:

  • Anhaltende Erschöpfung, die durch Schlaf und Erholung nicht besser wird
  • Zunehmende Gleichgültigkeit gegenüber der Arbeit und den eigenen Leistungen
  • Konzentrationsprobleme, Vergesslichkeit und mentale Leere
  • Reizbarkeit, emotionale Instabilität und der Verlust von Empathie
  • Körperliche Beschwerden wie Kopfschmerzen, Rückenschmerzen oder Magen-Darm-Probleme ohne organischen Befund
  • Das Gefühl, nie gut genug zu sein, egal wie viel man leistet

 

Burnout: Wenn das Feuer erlischt

Burnout Therapie Wien ist eines der meistgesuchten Themen in meiner Praxis. Und das aus gutem Grund: Burnout ist in der österreichischen Arbeitswelt zu einem Massenphänomen geworden. Der Begriff beschreibt einen Zustand totaler emotionaler, mentaler und körperlicher Erschöpfung, der durch chronische Überforderung entsteht.

Was viele nicht wissen: Burnout trifft nicht nur Überarbeitung, sondern auch Unterforderung. Langeweile, fehlende Wertschätzung oder sinnentleerte Arbeit können genauso in ein Burnout führen wie exzessive Arbeitsbelastung. Hier setzt die Existenzanalyse Wien besonders präzise an – denn sie fragt nicht nur „Wie viel arbeiten Sie?“, sondern „Warum arbeiten Sie? Wofür tun Sie das? Und macht das, was Sie tun, für Sie Sinn?“

Die vierte Grundmotivation nach Alfried Längle – „Wofür bin ich hier?“ – ist in Burnout-Situationen fast immer beeinträchtigt. Menschen spüren, dass ihre Arbeit keinen Sinn mehr ergibt, dass sie sich selbst dabei verlieren und dass die innere Zustimmung zu dem, was sie täglich tun, fehlt. Hilfe bei Burnout Wien bedeutet in der existenzanalytischen Therapie daher immer auch: die Sinnfrage neu zu stellen.

 

Toxische Arbeitsverhältnisse und ihre Folgen

Nicht jede psychische Belastung durch Arbeit ist selbst verschuldet. Toxische Führungsstile, Mobbing, strukturelle Überforderung oder mangelnde Wertschätzung durch Vorgesetzte sind externe Faktoren, die massive psychische Schäden anrichten können. Burnout Behandlung Wien zeigt regelmäßig, dass viele Betroffene jahrelang in Verhältnissen ausgeharrt haben, die ihrer psychischen Gesundheit fundamental geschadet haben.

Mobbing am Arbeitsplatz

Mobbing ist eine systematische, wiederholte Schikane, die gezielt eingesetzt wird, um jemanden zu isolieren, zu erniedrigen oder aus dem Arbeitsverhältnis zu drängen. Die Folgen sind gravierend: Angststörungen, Depressionen, Traumatisierungen und ein tiefes Misstrauen gegenüber anderen Menschen. Wer von Mobbing betroffen ist, braucht nicht nur rechtliche Unterstützung, sondern auch psychotherapeutische Begleitung Wien, um die erlittenen Verletzungen zu verarbeiten.

Perfektionismus und Selbstausbeutung

Manchmal liegt die toxische Dynamik nicht im Außen, sondern im eigenen inneren Antreiber. Perfektionismus, überhöhte Leistungsansprüche und die Unfähigkeit, eigene Grenzen zu setzen, sind häufige Mitverursacher psychischer Belastung am Arbeitsplatz. Die dritte Grundmotivation der Existenzanalyse fragt hier: „Darf ich so sein, wie ich bin – auch mit meinen Grenzen und Fehlern?“ Wer diese Frage nicht bejahen kann, wird sich immer weiter antreiben, bis nichts mehr geht.

 

Der Zusammenhang zwischen Arbeitsstress und Sinnverlust

Ein zentrales Thema in der Stressbewältigung Wien ist die Frage nach dem Sinn der eigenen Arbeit. Viktor Frankl lehrte, dass Menschen fast jede Belastung ertragen können, wenn sie einen Sinn darin sehen. Umgekehrt gilt: Selbst objektiv moderate Anforderungen können unerträglich werden, wenn sie als sinnlos empfunden werden.

Viele Menschen in Wien arbeiten in Jobs, die ihren eigentlichen Werten und Talenten widersprechen. Sie haben irgendwann den Weg des geringsten Widerstands genommen oder sich von äußeren Erwartungen leiten lassen – und merken Jahre später, dass sie in einem Leben gelandet sind, das sich nicht wie ihres anfühlt. In der Therapie bei Sinnkrise Wien arbeiten wir daran, diese verschütteten Werte wieder freizulegen und Möglichkeiten zu erkunden, die Arbeit wieder mit Bedeutung zu füllen – oder mutige Veränderungen anzugehen.

 

Wann ist professionelle Hilfe notwendig?

Die Hemmschwelle, wegen arbeitsbedingter psychischer Belastung eine Psychotherapie Wien in Anspruch zu nehmen, ist oft hoch. Viele Menschen warten zu lang, weil sie glauben, es müsse noch schlimmer werden, bevor Hilfe gerechtfertigt ist. Das Gegenteil ist richtig: Je früher professionelle Unterstützung beginnt, desto kürzer und wirksamer ist der Heilungsprozess.

 

Professionelle Hilfe ist sinnvoll, wenn:

  • Die Erschöpfung trotz Erholungsphasen nicht nachlässt
  • Körperliche Symptome auftreten, für die kein organischer Befund gefunden wird
  • Sich Gleichgültigkeit, Zynismus oder innere Leere breitmachen
  • Alkohol, Medikamente oder andere Substanzen zur Bewältigung eingesetzt werden
  • Die Arbeit zunehmend Beziehungen, Hobbys und das Privatleben verdrängt
  • Gedanken auftreten, alles hinzuwerfen oder zu fliehen, ohne konkrete Alternative

 

Psychologische Hilfe Wien ist in solchen Situationen keine Schwäche – sie ist die klügste Entscheidung, die Sie für sich und Ihr Leben treffen können.

 

Arbeit und psychische Gesundheit neu denken

Der Weg aus der arbeitsbedingten psychischen Erkrankung führt fast immer über eine tiefere Auseinandersetzung mit sich selbst. Was brauche ich wirklich? Was bin ich bereit zu geben – und was nicht mehr? Was macht mein Leben lebenswert, jenseits von Leistung und Erfolg? Diese Fragen sind unbequem, aber heilsam.

Die Existenzanalyse und Logotherapie nach Viktor Frankl bieten hier einen einzigartigen therapeutischen Rahmen. Sie betrachten Burnout und Arbeitsstress nicht als isolierte Symptome, sondern als Ausdruck tieferer existenzieller Fragen: nach Sinn, Wert, Authentizität und dem, was das Leben wirklich trägt.

 

Dipl. Päd. Bernd Thell begleitet Menschen in seiner Praxis in Wien Hernals auf genau diesem Weg. Was seine Arbeit auszeichnet, ist der ganzheitliche Blick: nicht nur auf die Erschöpfung, die Symptome und den Druck von außen, sondern auf den Menschen dahinter – seine Werte, seine Geschichte, seine Möglichkeiten. Ein erstes Gespräch, das auch telefonisch oder per Videokonferenz stattfinden kann, ist oft der Moment, in dem etwas Entscheidendes kippt: die Erkenntnis, dass man nicht allein ist mit dem, was man trägt.


10 bewährte Wege aus der Depression: Praktische Hilfe in Wien

Depression ist mehr als nur eine vorübergehende Traurigkeit – sie ist eine ernsthafte Erkrankung, die das gesamte Leben beeinträchtigen kann. In Wien leiden schätzungsweise 15-20% der Bevölkerung mindestens einmal im Leben an einer depressiven Episode. Die gute Nachricht: Depression ist behandelbar, und es gibt verschiedene bewährte Wege, die aus der Dunkelheit herausführen können. Als Psychotherapeut in 1170 Wien mit Schwerpunkt Existenzanalyse und Logotherapie nach Viktor Frankl möchte ich Ihnen zehn evidenzbasierte Ansätze vorstellen, die sich in der Praxis bewährt haben.

1. Professionelle Psychotherapie in Anspruch nehmen

Der wichtigste und wirksamste Schritt aus der Depression ist die professionelle psychotherapeutische Begleitung. Eine Depression Therapie Wien bietet Ihnen einen geschützten Raum, in dem Sie Ihre Gefühle, Gedanken und Verhaltensweisen unter fachkundiger Anleitung erforschen können. Die Existenzanalyse setzt dabei nicht nur an den Symptomen an, sondern geht den existenziellen Ursachen auf den Grund: Wo fehlt der Halt im Leben? Wo ist die Beziehung zu sich selbst verloren gegangen? Wo fehlt der Sinn?

In meiner Praxis für Psychotherapie 1170 Wien arbeite ich mit der existenzanalytischen Methode nach Alfried Längle, die auf Viktor Frankls Logotherapie aufbaut. Diese Therapieform hat sich besonders bei Depressionen bewährt, da sie den Menschen als ganzheitliches Wesen betrachtet und ihm hilft, wieder Zugang zu seinen eigenen Werten und seinem persönlichen Lebenssinn zu finden. Die Hilfe bei Depression Wien beginnt mit einem kostenlosen Erstgespräch, in dem wir gemeinsam herausfinden, welcher therapeutische Weg für Sie der richtige ist.

2. Die vier existenziellen Grundmotivationen erkunden

Die Existenzanalyse kennt vier fundamentale Grundbedingungen für ein erfülltes Leben. Wenn eine oder mehrere dieser Grundmotivationen beeinträchtigt sind, kann dies zu depressiven Verstimmungen führen. Die vier Fragen lauten:

  • Kann ich in dieser Welt sein? (Halt und Schutz)
  • Mag ich leben? (Beziehung und Wert)
  • Darf ich so sein, wie ich bin? (Selbstwert und Authentizität)
  • Wofür bin ich hier? (Sinn und Zukunft)

 

In der Depression Behandlung Wien arbeiten wir systematisch daran, diese vier Bereiche zu stärken. Oft zeigt sich, dass Depression dort entsteht, wo grundlegende Lebensbedingungen nicht gegeben sind – etwa wenn jemand sich nirgendwo wirklich aufgehoben fühlt, wenn das Leben als wertlos erscheint, wenn man sich selbst ablehnt oder wenn jeder Sinn verloren gegangen ist. Die therapeutische Arbeit zielt darauf ab, diese existenziellen Fundamente wieder aufzubauen.

3. Aktivierung durch Struktur und Routine

Auch wenn es paradox klingen mag: Gerade in der Depression ist es wichtig, eine Tagesstruktur aufrechtzuerhalten oder neu zu etablieren. Depression führt oft zu Antriebslosigkeit und sozialem Rückzug, was die Symptome noch verstärkt. Eine feste Routine mit regelmäßigen Aufsteh- und Schlafenszeiten, geplanten Mahlzeiten und kleinen, erreichbaren Tageszielen kann helfen, diesem Teufelskreis zu entkommen.

In der psychotherapeutischen Begleitung in Wien entwickeln wir gemeinsam einen realistischen Tagesplan, der weder überfordert noch unterfordert. Wichtig ist dabei, dass Sie sich nicht zu viel vornehmen. Kleine Schritte sind der Schlüssel: Ein kurzer Spaziergang, ein Telefonat mit einem Freund, das Zubereiten einer Mahlzeit – jede bewältigte Aktivität stärkt das Gefühl von Selbstwirksamkeit und kann die depressive Stimmung allmählich auflösen.

4. Bewegung als natürliches Antidepressivum

Zahlreiche Studien belegen die antidepressive Wirkung von körperlicher Aktivität. Bewegung setzt Endorphine frei, verbessert die Durchblutung des Gehirns, reguliert Stresshormone und kann die Stimmung nachweislich heben. Sie müssen kein Hochleistungssportler werden – schon 30 Minuten moderate Bewegung drei- bis fünfmal pro Woche können einen deutlichen Unterschied machen.

Besonders empfehlenswert sind Aktivitäten an der frischen Luft: Spaziergänge in den Wiener Parks wie dem Türkenschanzpark in Währing oder am Schafberg in Hernals verbinden Bewegung mit Naturerleben und Tageslicht – alles Faktoren, die sich positiv auf die Stimmung auswirken. In der Stressbewältigung Wien spielt Bewegung eine zentrale Rolle, denn sie hilft nicht nur bei Depression, sondern auch bei Angst und Anspannung.

5. Soziale Kontakte pflegen und Isolation durchbrechen

Depression isoliert. Betroffene ziehen sich zurück, meiden soziale Kontakte und geraten dadurch in eine noch tiefere Einsamkeit. Doch gerade der Kontakt zu anderen Menschen ist ein wichtiger Schutzfaktor gegen Depression. Die zweite Grundmotivation der Existenzanalyse fragt: „Mag ich leben?“ – und diese Frage wird maßgeblich durch gelingende Beziehungen beantwortet.

Versuchen Sie, auch wenn es schwerfällt, regelmäßigen Kontakt zu mindestens einer vertrauten Person zu halten. Das kann ein Familienmitglied, ein Freund oder auch eine Selbsthilfegruppe sein. In Wien gibt es zahlreiche Angebote für Menschen mit Depression. Auch die Hilfe bei Beziehungsproblemen Wien kann relevant sein, denn oft gehen Depression und Schwierigkeiten in Partnerschaften oder anderen wichtigen Beziehungen Hand in Hand. In der Psychotherapie arbeiten wir daran, dass Sie wieder Zugang zu anderen Menschen finden und tragfähige Beziehungen aufbauen können.

6. Sinnfindung durch Logotherapie nach Viktor Frankl

Viktor Frankl, der Begründer der Logotherapie, hat selbst schwerste Lebenskrisen durchlebt und daraus eine therapeutische Methode entwickelt, die auf der Suche nach Sinn basiert. Seine zentrale Erkenntnis: Der Mensch kann fast jedes Leiden ertragen, wenn er einen Sinn darin findet. Diese Logotherapie Wien ist besonders bei existenziellen Depressionen hilfreich – also bei jenen Formen der Depression, die mit Sinnverlust, innerer Leere und dem Gefühl der Sinnlosigkeit einhergehen.

In der Therapie bei Sinnkrise Wien erkunden wir gemeinsam drei mögliche Quellen von Sinn: schöpferische Werte (was Sie in die Welt bringen), Erlebniswerte (was Sie aus der Welt empfangen) und Einstellungswerte (wie Sie zu unveränderlichen Situationen Stellung beziehen). Selbst in der Depression gibt es Sinnmöglichkeiten – oft liegt der erste Schritt darin, die Depression selbst als Entwicklungsaufgabe zu verstehen und aktiv an der eigenen Heilung mitzuwirken.

7. Achtsamkeit und Gegenwärtigkeit üben

Depressives Denken kreist oft um die Vergangenheit (Grübeln über Vergangenes, Schuldgefühle) oder die Zukunft (Sorgen, Hoffnungslosigkeit). Achtsamkeitsübungen helfen dabei, wieder im gegenwärtigen Moment anzukommen. Achtsamkeit bedeutet, die Aufmerksamkeit bewusst auf das Hier und Jetzt zu richten, ohne zu bewerten.

Einfache Achtsamkeitsübungen für den Alltag sind: bewusstes Atmen, achtsames Essen, Bodyscans oder Spaziergänge, bei denen Sie Ihre Sinneswahrnehmungen bewusst wahrnehmen. In der psychologischen Beratung Wien integrieren wir Achtsamkeitselemente in die existenzanalytische Arbeit, denn Achtsamkeit ist eine wichtige Voraussetzung für die „Personale Positionsfindung“ – also die Fähigkeit, zu sich selbst und zur Situation authentisch Stellung zu beziehen.

8. Negative Denkmuster erkennen und verändern

Depression geht fast immer mit charakteristischen Denkmustern einher: Schwarz-Weiß-Denken, Übergeneralisierung, Katastrophisieren, sich selbst die Schuld geben. Diese automatischen negativen Gedanken verstärken die depressive Stimmung und halten sie aufrecht. Ein wichtiger Schritt in der Depression Hilfe Wien ist es, diese Denkmuster bewusst zu machen und zu hinterfragen.

In der Gesprächstherapie Wien arbeiten wir mit der Methode der „Personalen Existenzanalyse“, bei der wir systematisch erkunden: Was denke ich? Was fühle ich? Was ist wirklich wahr? Was würde ich tun wollen? Durch diese phänomenologische Vorgehensweise lernen Sie, Ihre Gedanken nicht einfach als Tatsachen hinzunehmen, sondern sie kritisch zu prüfen und gegebenenfalls neue, realistischere Perspektiven zu entwickeln.

9. Selbstfürsorge und kleine Freuden im Alltag

In der Depression verlieren Menschen oft jede Form von Selbstfürsorge. Hygiene wird vernachlässigt, Mahlzeiten ausgelassen, Hobbys aufgegeben. Doch gerade kleine Akte der Selbstfürsorge können wie Anker wirken, die Sie im Leben halten. Beginnen Sie mit winzigen Schritten: eine warme Dusche, eine Tasse guten Tee, zehn Minuten Musik hören, die Sie mögen.

Die dritte Grundmotivation der Existenzanalyse fragt: „Darf ich so sein?“ In der Depression ist die Antwort oft ein klares Nein – Betroffene verurteilen sich selbst, fühlen sich wertlos und unwürdig. Selbstfürsorge ist eine Übung in Selbstannahme. Jede kleine Handlung, mit der Sie gut für sich sorgen, ist eine Botschaft an sich selbst: Ich bin es wert, dass man sich um mich kümmert. In der Therapie bei geringem Selbstwert Wien arbeiten wir gezielt daran, diese Selbstbeziehung zu heilen.

10. Bei Bedarf: Medikamentöse Unterstützung in Kombination mit Psychotherapie

Bei mittelschweren bis schweren Depressionen kann eine medikamentöse Behandlung sinnvoll oder sogar notwendig sein. Antidepressiva können die neurobiologischen Grundlagen der Depression beeinflussen und so eine Basis schaffen, auf der psychotherapeutische Arbeit erst möglich wird. Wichtig ist: Medikamente allein heilen keine Depression – sie können aber den Weg zur Heilung bahnen.

Die Kombination aus Medikation und Psychotherapie gilt als besonders wirksam. In meiner Praxis für Psychotherapie Hernals arbeite ich eng mit Psychiatern und Hausärzten zusammen, um eine optimale Versorgung zu gewährleisten. Die existenzanalytische Psychotherapie kann parallel zur medikamentösen Behandlung stattfinden und hilft dabei, die tieferliegenden existenziellen Ursachen der Depression zu bearbeiten.

Der Weg aus der Depression ist möglich

Depression ist eine ernsthafte Erkrankung, aber sie ist behandelbar. Die hier vorgestellten zehn Wege haben sich in der Praxis bewährt und können einzeln oder in Kombination angewendet werden. Besonders wichtig ist: Holen Sie sich professionelle Hilfe. Sie müssen diesen Weg nicht allein gehen.

 

In meiner Praxis für Existenzanalyse Wien biete ich Ihnen einen sicheren Raum für Ihre persönliche Entwicklung. Die existenzanalytische Psychotherapie nach Viktor Frankl und Alfried Längle hat sich besonders bei Depression bewährt, weil sie nicht nur Symptome lindert, sondern den Menschen hilft, wieder einen tragfähigen Lebenssinn zu finden. Wenn Sie unter Depression leiden oder jemanden kennen, der Hilfe braucht, zögern Sie nicht, Kontakt aufzunehmen.

 

Ein kostenloses Erstgespräch in meiner Praxis in der Kalvarienberggasse 57/18, 1170 Wien (Hernals) gibt Ihnen die Möglichkeit, mich und meine Arbeitsweise kennenzulernen. Gemeinsam finden wir heraus, welcher Weg für Sie der richtige ist. Psychotherapie Wien – auch online oder telefonisch möglich – kann der erste Schritt in ein neues, erfüllteres Leben sein.


Einsamkeit in der Großstadt: Wenn man umgeben von Menschen allein ist

Wien zählt zu den lebenswertesten Städten der Welt – und gleichzeitig zu jenen Orten, an denen Menschen besonders häufig unter tiefer Einsamkeit leiden. Millionen von Menschen, U-Bahn-Gedränge, belebte Kaffeehäuser, endlose Veranstaltungskalender – und trotzdem das nagende Gefühl, niemanden wirklich zu haben. Dieses Paradox der Großstadteinsamkeit ist kein Randphänomen mehr. Die Weltgesundheitsorganisation hat Einsamkeit bereits als eines der drängendsten Gesundheitsthemen unserer Zeit identifiziert. In Österreich sind laut aktuellen Studien über zwei Millionen Menschen von psychischen Belastungen betroffen – und Einsamkeit spielt dabei eine zentrale, oft unterschätzte Rolle. Als Psychotherapeut in Wien begegne ich diesem Thema täglich in meiner Praxis.

Einsamkeit ist nicht dasselbe wie Alleinsein

Bevor wir tiefer einsteigen, ist eine wichtige Unterscheidung notwendig: Einsamkeit und Alleinsein sind zwei grundverschiedene Zustände. Alleinsein kann gewählt, genossen und heilsam sein. Einsamkeit hingegen ist ein schmerzhafter Zustand des unfreiwilligen Unverbundenseins – das Gefühl, von anderen nicht wirklich gesehen, gehört oder verstanden zu werden.

Man kann in einer Beziehung zutiefst einsam sein. Man kann auf einer Party von Menschen umgeben sein und sich trotzdem völlig isoliert fühlen. Man kann täglich mit Kollegen sprechen und abends nach Hause kommen in ein inneres Vakuum. Genau diese Form der Einsamkeit – mitten im Leben, mitten in der Stadt – ist es, die viele Menschen in Wien in die psychologische Beratung Wien führt.

Die existenzanalytische Perspektive auf Einsamkeit

Die Existenzanalyse nach Alfried Längle betrachtet Einsamkeit durch die Linse der zweiten Grundmotivation: „Mag ich leben?“ Diese Frage wird maßgeblich durch die Qualität unserer Beziehungen beantwortet. Der Mensch braucht Nähe, Wärme und echten Kontakt, um sein Leben als lebenswert zu empfinden. Wenn diese Grundbedingung dauerhaft nicht erfüllt ist, entstehen Traurigkeit, innere Leere und schließlich psychische Erkrankungen.

Viktor Frankl erkannte darüber hinaus, dass Einsamkeit oft mit Sinnverlust zusammenhängt. Wenn das Leben keinen Bezug zu anderen Menschen mehr hat, verliert es seine wesentliche Dimension: die Möglichkeit, sich zu schenken und empfangen zu werden. Hilfe bei Einsamkeit Wien bedeutet in der Existenzanalyse also nicht nur, soziale Kontakte zu fördern, sondern die tieferen Fragen zu stellen: Wer bin ich für andere? Wer sind andere für mich? Was macht echte Verbindung aus?

 

Warum macht die Großstadt einsam?

Wien bietet theoretisch alles, was man für ein soziales Leben braucht. Und doch erzeugt das Großstadtleben strukturelle Bedingungen, die Einsamkeit begünstigen.

 

Dazu gehören unter anderem:

  • Anonymität und räumliche Mobilität: Menschen ziehen häufig für Arbeit oder Studium nach Wien, ohne ein gewachsenes soziales Netz mitzubringen. Neue Kontakte zu knüpfen ist in einer anonymen Großstadt schwieriger als in kleineren Gemeinschaften.
  • Digitalisierung sozialer Kontakte: Social Media simuliert Verbundenheit, ersetzt sie aber nicht. Viele Menschen haben Hunderte von Online-Kontakten und niemanden, den sie mitten in der Nacht anrufen können.
  • Leistungs- und Zeitdruck: Der Wiener Alltag ist oft durchgetaktet. Für spontane, unstrukturierte Begegnungen bleibt wenig Raum. Freundschaften müssen terminiert werden – was ihnen ihre Leichtigkeit nimmt.
  • Veränderungen in der Lebensbiografie: Trennungen, Umzüge, Pensionierung oder der Tod nahestehender Menschen reißen soziale Netzwerke auf. Was früher selbstverständlich war, muss mühsam neu aufgebaut werden.

 

Diese strukturellen Faktoren treffen auf individuelle Verletzlichkeiten – und das Ergebnis ist oft eine Einsamkeit, die sich tief in die Psyche eingräbt.

 

Wenn Einsamkeit krank macht

Einsamkeit ist kein harmloses Befinden, das sich von selbst löst. Chronische Einsamkeit hat nachweislich schwerwiegende Auswirkungen auf die psychische und körperliche Gesundheit. Sie erhöht das Risiko für Depressionen, Angststörungen, Schlafstörungen und sogar Herzerkrankungen. Das Immunsystem wird geschwächt, das Stressniveau steigt dauerhaft an.

Einsamkeit und Depression

Der Zusammenhang zwischen Einsamkeit und Depression ist gut belegt. Wer sich dauerhaft unverstanden und unverbunden fühlt, verliert schrittweise den Lebensbezug. Die zweite Grundmotivation der Existenzanalyse – das Erleben von Wert und Zuneigung – ist nicht mehr erfüllt. Depression Therapie Wien zeigt immer wieder, dass hinter depressiven Symptomen nicht selten eine tiefe, chronische Einsamkeit steckt, die lange unerkannt geblieben ist.

Einsamkeit und Angst

Auch Angststörungen und soziale Phobie stehen in enger Wechselwirkung mit Einsamkeit. Wer unter sozialer Angst leidet, meidet Kontakte – und wird dadurch einsamer. Wer einsamer wird, verliert soziale Routine und Selbstsicherheit – und entwickelt noch stärkere Ängste. Dieser Teufelskreis führt Menschen in die Hilfe bei Angststörung Wien, oft erst dann, wenn die Isolation bereits sehr ausgeprägt ist.

 

Einsamkeit erkennen – bei sich selbst und anderen

Einsamkeit ist oft schwer zu erkennen, weil sie schambesetzt ist. Viele Menschen gestehen sich nicht ein, einsam zu sein – das fühlt sich wie ein persönliches Versagen an. Einige Anzeichen, die auf chronische Einsamkeit hinweisen können, sind:

  • Das Gefühl, von niemandem wirklich gekannt oder verstanden zu werden
  • Schwierigkeiten, tiefe Gespräche zu führen oder sich jemandem anzuvertrauen
  • Das Empfinden, in sozialen Situationen eine Rolle zu spielen, statt wirklich präsent zu sein
  • Rückzug aus sozialen Aktivitäten, die früher Freude bereitet haben
  • Übermäßige Nutzung von Medien oder anderen Ablenkungen, um das Gefühl der Leere zu betäuben
  • Eine diffuse Traurigkeit oder innere Leere, die schwer in Worte zu fassen ist

 

Wenn Sie sich in diesen Beschreibungen wiedererkennen, ist das keine Schwäche. Es ist ein Signal Ihrer Psyche, dass ein fundamentales menschliches Bedürfnis nicht erfüllt wird.

 

Was wirklich hilft – und was nicht

Gegen Einsamkeit gibt es keine schnellen Lösungen. Oberflächliche Ratschläge wie „Geh einfach mehr raus“ oder „Melde dich bei einem Verein an“ greifen zu kurz, wenn die Einsamkeit tiefer verwurzelt ist. Was wirklich hilft, ist ein mehrdimensionaler Ansatz:

Innere Arbeit: Die Beziehung zu sich selbst

Echte Verbindung zu anderen beginnt bei der Verbindung zu sich selbst. Wer sich selbst fremd ist, wer nicht weiß, was er wirklich fühlt, braucht und will – der wird auch in Beziehungen schwer ankommen. Die Psychotherapie Wien, insbesondere die existenzanalytische Gesprächstherapie, hilft dabei, diese innere Verbindung herzustellen. Wer sich selbst besser kennt, kann auch anderen gegenüber echter, offener und weniger schutzbedürftig sein.

Beziehungsqualität statt Beziehungsquantität

Es geht nicht darum, möglichst viele Kontakte zu haben. Hilfe bei Beziehungsproblemen Wien zeigt immer wieder: Selbst ein einziges, wirklich tragendes Vertrauensverhältnis kann Einsamkeit grundlegend verändern. In der Therapie arbeiten wir daran, die eigene Beziehungsfähigkeit zu stärken – die Fähigkeit, sich zu öffnen, Verletzlichkeit zuzulassen und echten Kontakt herzustellen.

Soziale Ängste überwinden

Wenn Einsamkeit auf soziale Angst oder Sozialphobie Therapie Wien zurückzuführen ist, ist es wichtig, genau dort anzusetzen. Die Angst vor Ablehnung, Blamage oder Kritik hält viele Menschen davon ab, echte Verbindungen einzugehen. In der existenzanalytischen Psychotherapie arbeiten wir mit der dritten Grundmotivation: „Darf ich so sein, wie ich bin?“ Wenn diese Frage mit einem inneren Ja beantwortet werden kann, verliert die Angst vor dem Urteil anderer einen großen Teil ihrer Macht.

Sinn als Brücke zu anderen

Viktor Frankl lehrte, dass Sinn nie allein entsteht – er entsteht immer in Bezug zu anderen Menschen, zu Aufgaben oder zu Werten, die uns mit etwas Größerem verbinden. Logotherapie Wien hilft dabei, diesen Bezug wiederzufinden. Wer einer Aufgabe nachgeht, die ihm wichtig ist – ob beruflich, ehrenamtlich oder kreativ – trifft auf Menschen mit ähnlichen Werten und baut so organisch Verbindungen auf.

 

Psychotherapeutische Begleitung bei Einsamkeit in Wien

Einsamkeit ist behandelbar. Sie muss nicht der dauerhafte Begleiter Ihres Lebens sein. Psychotherapeutische Begleitung Wien bietet einen Raum, in dem Sie zunächst einmal die Erfahrung machen können, wirklich gehört und verstanden zu werden – vielleicht zum ersten Mal seit langer Zeit. Diese therapeutische Beziehung selbst ist bereits heilsam: Sie zeigt, dass echte Verbindung möglich ist.

 

In der Praxis von Dipl. Päd. Bernd Thell in der Kalvarienberggasse 57/18, 1170 Wien, wird Einsamkeit als das behandelt, was sie ist: ein ernstes, aber lösbares menschliches Problem. Die Existenzanalyse und Logotherapie nach Viktor Frankl und Alfried Längle bieten dabei einen besonders tiefen Zugang – weil sie nicht nur Symptome lindern, sondern die fundamentalen Fragen nach Beziehung, Wert und Sinn ins Zentrum stellen. Ein kostenloses Erstgespräch gibt Ihnen die Möglichkeit, einen ersten Schritt aus der Isolation zu wagen. Dieser Schritt kann alles verändern.


Was ist Online Psychotherapie – und wann macht sie Sinn?

Die Art, wie wir Hilfe suchen, hat sich verändert. Während Psychotherapie lange Zeit ausschließlich im Behandlungszimmer stattfand, gehört die Online Psychotherapie heute zum festen Bestandteil der psychotherapeutischen Versorgung. In Wien und ganz Österreich nutzen immer mehr Menschen die Möglichkeit, therapeutische Unterstützung per Videokonferenz oder Telefon in Anspruch zu nehmen – und das nicht nur aus der Not heraus, sondern aus Überzeugung. Doch was genau steckt hinter dem Begriff Online Psychotherapie Wien? Wann ist sie sinnvoll, wann hat sie Grenzen – und worauf sollten Sie achten?

Was bedeutet Online Psychotherapie überhaupt?

Online Psychotherapie Wien bezeichnet eine Form der professionellen psychotherapeutischen Behandlung, die nicht in einer Praxis vor Ort, sondern über digitale Kanäle stattfindet. Die häufigste Form ist die Videositzung, bei der Therapeut und Klient über ein sicheres System miteinander sprechen und sich sehen können. Daneben gibt es Telefontherapie, bei der das Gespräch rein auditiv stattfindet.

Wichtig zu verstehen ist: Online Psychotherapie ist keine abgespeckte Version der Therapie vor Ort. Es handelt sich um vollwertige Psychotherapie, die denselben wissenschaftlichen und ethischen Standards folgt. Der Unterschied liegt ausschließlich im Medium – nicht in der Tiefe, Qualität oder Wirksamkeit der Arbeit. Zahlreiche Studien belegen, dass Online Psychotherapie bei vielen psychischen Erkrankungen ähnlich wirksam ist wie die Präsenztherapie.

 

Für wen eignet sich Online Psychotherapie besonders?

Nicht jeder Mensch und nicht jede Situation ist gleich. Online Psychotherapie bietet sich vor allem in folgenden Situationen an:

  • Eingeschränkte Mobilität durch körperliche Erkrankung, Behinderung oder räumliche Distanz
  • Stark belastete Alltagssituationen, in denen der Weg in eine Praxis schwerfällt, etwa bei kleinen Kindern, Schichtarbeit oder langen Arbeitstagen
  • Ausgeprägte soziale Angst oder Sozialphobie, die den Gang in eine Praxis zunächst überfordert
  • Menschen, die eine vertraute Umgebung für ihre Gespräche bevorzugen
  • Situationen, in denen ein kurzfristiger Therapiestart wichtig ist, etwa in einer akuten Lebenskrise Wien oder bei intensivem emotionalen Leidensdruck

 

Gerade für Menschen, die unter Angststörungen, Depression oder Burnout leiden und gleichzeitig kaum Kapazitäten haben, den eigenen Alltag zu organisieren, kann der niedrigschwellige Zugang zur Online Psychotherapie ein entscheidender Vorteil sein. Die Hemmschwelle, Hilfe zu suchen, sinkt deutlich, wenn die erste Sitzung bequem von zu Hause aus stattfinden kann.

 

Was kann in der Online Psychotherapie behandelt werden?

Das Spektrum der behandelbaren Themen unterscheidet sich kaum von der Präsenztherapie. Bewährt hat sich die Online Psychotherapie Wien insbesondere bei:

Depression und Erschöpfungszustände

Depression Therapie Wien ist auch online vollständig möglich. Gerade depressive Menschen, die sich kaum aus dem Haus trauen oder antriebslos sind, profitieren davon, die Therapie in ihrer vertrauten Umgebung beginnen zu können. Die existenzanalytische Arbeit an Sinn, Selbstwert und Lebensbezug lässt sich auch über den Bildschirm tiefgreifend gestalten.

Angststörungen und Panikattacken

Hilfe bei Angststörung Wien per Videokonferenz hat sich in der Praxis bewährt. Menschen mit sozialer Phobie, Panikstörungen oder generalisierten Ängsten können häufig zunächst leichter online beginnen und im Verlauf auf Präsenzsitzungen wechseln.

Burnout und Stressbewältigung

Stressbewältigung Wien, Hilfe bei Burnout Wien und Beratung bei chronischer Erschöpfung funktionieren online sehr gut. Gerade beruflich stark eingespannte Menschen schätzen die Flexibilität, die ein Termin per Videokonferenz bietet.

Lebens- und Sinnkrisen

Die existenzanalytische Gesprächstherapie, bei der es um fundamentale Lebensfragen geht, eignet sich gut für das digitale Format. Themen wie Hilfe bei Sinnkrise Wien, Beziehungsprobleme oder Trauerbegleitung Wien lassen sich auch über Video einfühlsam und tiefgreifend bearbeiten.

 

Wo liegen die Grenzen der Online Psychotherapie?

So wertvoll das digitale Format ist – es gibt Situationen, in denen Präsenztherapie vorzuziehen ist oder sogar notwendig wird. Online Psychotherapie stößt an ihre Grenzen bei:

  • Schweren psychischen Erkrankungen mit akuter Eigengefährdung, die engmaschige Betreuung erfordern
  • Traumatherapie Wien bei komplexen oder frischen Traumata, bei denen körperliche Nähe und Sicherheit besonders wichtig sind
  • Menschen, die technisch nicht in der Lage sind, eine stabile Videoverbindung herzustellen
  • Klienten, die in häuslichen Verhältnissen leben, die keine Privatsphäre gewährleisten

In diesen Fällen ist die Psychotherapie vor Ort die bessere Wahl. Manchmal ist auch eine Kombination sinnvoll: ein Beginn in Präsenz, gefolgt von flexiblen Online-Sitzungen bei Bedarf.

 

Wie läuft eine Online-Sitzung konkret ab?

Der Ablauf ist einfacher, als viele vermuten. Nach der Terminvereinbarung erhalten Sie einen sicheren Link zu einem datenschutzkonformen Videokonferenzsystem. Sie brauchen lediglich ein Gerät mit Kamera und Mikrofon sowie eine stabile Internetverbindung. Kurz vor der vereinbarten Zeit wählen Sie sich ein und die Sitzung beginnt – genau wie in der Praxis, nur eben digital.

Wichtig ist, dass Sie für die Sitzung einen ruhigen, ungestörten Ort wählen, an dem Sie vertraulich sprechen können. Auch ein Headset kann die Qualität des Gesprächs deutlich verbessern. Viele Menschen berichten, dass sie sich in ihrer eigenen Umgebung schneller öffnen und tiefer in die therapeutische Arbeit einsteigen können.

 

Was kostet Online Psychotherapie in Wien – und übernimmt die Kasse?

Die Kosten für Online Psychotherapie Wien entsprechen in der Regel denselben Tarifen wie für Präsenzsitzungen. Psychotherapie Kosten Wien variieren je nach Ausbildung des Therapeuten und Vereinbarung. Viele österreichische Krankenkassen erstatten einen Teil der Kosten – auch für Online-Sitzungen.

Grundsätzlich gilt: Wer einen Psychotherapeuten in freier Praxis aufsucht, bezahlt das Honorar zunächst selbst. Die Krankenkasse erstattet dann einen definierten Anteil. Dieser Zuschuss gilt in den meisten Fällen auch für die Online Psychotherapie, sofern der Therapeut entsprechend anerkannt ist. Es lohnt sich, vorab direkt bei der eigenen Kasse nachzufragen, welcher Betrag erstattet wird.

 

Ist Online Psychotherapie wirklich so wirksam wie Therapie vor Ort?

Diese Frage stellen viele Menschen, die noch unentschlossen sind. Die wissenschaftliche Antwort ist eindeutig: Für ein breites Spektrum psychischer Erkrankungen ist Online Psychotherapie der Präsenztherapie ebenbürtig. Das gilt insbesondere für Depression Behandlung Wien, Angststörung Therapie Wien und Burnout Behandlung Wien.

Was den Unterschied wirklich macht, ist nicht das Medium, sondern die therapeutische Beziehung. Wenn Vertrauen, Offenheit und ein gutes Arbeitsbündnis entstehen – und das ist auch online möglich – entfaltet Psychotherapie ihre heilsame Wirkung. Die Fähigkeit des Therapeuten, präsent zu sein, zuzuhören und echten Kontakt herzustellen, überträgt sich auch durch den Bildschirm.

 

Ein erster Schritt: Einfach anfragen

Wenn Sie überlegen, ob Online Psychotherapie das Richtige für Sie sein könnte, ist das kostenlose Erstgespräch ein guter Ausgangspunkt. In meiner Praxis für Existenzanalyse und Logotherapie in 1170 Wien biete ich sowohl Sitzungen in der Praxis als auch per Videokonferenz und Telefon an. Die existenzanalytische Psychotherapie nach Viktor Frankl und Alfried Längle lässt sich in beiden Formaten vollständig und tiefgreifend umsetzen.

Dipl. Päd. Bernd Thell, Psychotherapeut in der Kalvarienberggasse 57/18 in Wien Hernals, begleitet Sie auf Ihrem Weg – ob vor Ort oder digital. Der erste Schritt ist oft der schwerste. Aber er muss kein großer sein.


BACK TO TOP
ANRUFEN