Häufige Fragen zu Psychotherapie
Das Bild der Psychotherapeuten hat sich heute gewandelt und wir haben heute zu psychischer Gesundheit einen offeneren Zugang. Trotzdem bleibt der Kontakt zum eigenen Therapeuten „exklusiv”, einerseits durch das offene Vertrauensverhältnis, andererseits durch die oftmals erwünschte Anonymität, die durch die Schweigepflicht noch verstärkt wird. Das hat zur Folge, dass es immer noch viele Rätsel über Psychotherapie gibt. Ich habe daher hier einige Antworten bereitgestellt, zur Information und Aufklärung.-
Welche Therapie-Methode eignet sich für mein Problem?
Die Beziehung zwischen der PatientIn und dem Therapeuten …
… muss gut sein, damit die Therapie gut verlaufen kann. Das Wichtigste ist, dass Sie sich mit Ihrem Therapeuten gut verstehen. Beim Erstgespräch finden wir heraus, welche Therapiemethode in Ihrem speziellen Fall die wirksamste ist. Ob in der Einzeltherapie, in der Paartherapie, beim Coaching, bei der Beratung oder bei der Begleitung – Existenzanalyse und Wertimagination halten zahlreiche Therapiemöglichkeiten für uns bereit. Die angewandte Methode allein sagt wenig über einen möglichen Therapieerfolg aus. Die Methodenvielfalt bietet einfach die Chance, sich dort am besten einzufinden, wo man sich aufgehoben, respektiert und fachlich kompetent begleitet fühlt. In der wissenschaftlichen Auseinandersetzung herrscht heute im Großen und Ganzen darüber Einigkeit, dass unsere Gesellschaft mit ihren verschiedenen Erwartungen und Lebensentwürfen auch unterschiedliche Therapieziele und Methoden benötigt. Als wissenschaftlich aprobiert und als Psychotherapiemethoden dürfen in Österreich, Schweiz und Deutschland nur jene Verfahren bezeichnet werden, die von den Krankenkassen und dem Bundesministerium für Gesundheit akzeptiert sind. -
Muss/kann ich die Therapiekosten selbst begleichen?
Die Therapiekosten übernehmen zu lassen …
… ist in Österreich in vier Varianten gedacht. Generell ist es möglich, die Kosten von Krankenkassen (teil-)refundieren zu lassen. Es ist jedoch auch möglich, die Kosten selbst zu übernehmen.Selbstzahler
Sie begleichen die Kosten für die Psychotherapie selbst . Dies bewährt sich vor allem dann, wenn Sie größtmögliche Anonymität wahren wollen. In diesem Fall besteht der Behandlungsvertrag ausschließlich zwischen Ihnen und mir.Die Krankenkasse übernimmt eine Teilrefundierung der Kosten
Um KlientInnen mit geringem Einkommen eine psychotherapeutische Behandlung zu ermöglichen, kann ich als eingetragener Psychotherapeut einen Krankenkassenzuschuss nach der erfolgten Diagnose stellen. Derzeit werden € 28,- pro Psychotherapie-Einheit bei den Gebietskrankenkassen wie der WGKK oder der NGKK teilrefundiert. Die Regelung für die Versicherungsanstalt der Eisenbahner VAEB: Eine Teilrefundierung durch die Krankenkasse in der Höhe von € 28,- für eine Sitzung ist für die psychotherapeutische Behandlung von Einzelpersonen möglich. Der aktuelle Refundierungsbetrag bei der SVA beträgt € 28,-. BVA Versicherte werden mit € 40,00 unterstützt. Bei der Sozialversicherungsanstalt der Bauern SVB werden € 50,- für eine psychotherapeutische Sitzung refundiert.Die private Krankenversicherung übernimmt einen Teil oder das ganze Honorar
Private Krankenversicherungsträgern refundieren die Kosten der Psychotherapie teilweise und manchmal sogar komplett.
Voller Krankenkassenplatz
Viel zu selten werden von der Krankenkasse die kompletten Kosten der Psychotherapie übernommen (je nach Bundesland sind die Kriterien unterschiedlich). Kontaktieren Sie am besten Ihre Krankenkasse und klären Sie mit dieser die Möglichkeit einer kompletten Kostenübernahme. -
Ich will nicht, dass meine Psychotherapie irgendwo aufscheint!
Anonymität
Selbstverständlich basiert unser Therapeuten-Patienten-Verhältnis auf Vertrauen und Integrität. Wenn es Ihnen ein Anliegen ist, dass Ihre Themen nirgends aufscheinen, ist es ratsam die Variante der Selbstbezahlung in Anspruch zu nehmen. Zu weiteren Fragen würde ich Sie bitten, das unverbindliche Erstgespräch in Anspruch zu nehmen. -
Psychotherapie unter 18?
Prinzipiell kann man in jedem Alter in eine medizinische Behandlung einwilligen.
Jugendlich ist man in Österreich bis zum 19. Geburtstag. Sie können auch unter 18 Jahren in eine medizinische Behandlung einwilligen. Ausgenommen ist unter anderem die Behandlung mit Psychopharmaka. Hinderlich bei der Inanspruchnahme einer Therapie kann jedoch die Finanzierung derselben sein, denn selbst wenn Sie ein eigenes Einkommen haben, muss gewährleistet sein, dass die Kosten Ihre finanziellen Mittel nicht übersteigen. -
Wann soll ich beginnen? Wie lange dauert sowas?
Therapiebeginn – Therapiedauer
Die Dauer einer jeden psychotherapeutischen Behandlung ist ganz individuell und hängt zum größten Teil von Ihren Störungen und Ihrem Therapieziel ab. Sie reicht von der Beratung (5 bis 10 Stunden) bis zur mehrere Jahre andauernden, tiefgehenden Therapie. Wir besprechen die Sinnhaftigkeit einer Weiterführung der Therapie regelmäßig. Grundsätzlich gilt: so kurz wie möglich und so lange wie notwendig. Auch psychische Ausnahmezustände, Verletzungen und Erkrankungen haben die Tendenz, bei Nichtbehandlung schlimmer zu werden und immer länger zu brauchen, um zu heilen. Je eher und früher Sie mit der Behandlung beginnen, desto schneller wirken unsere Maßnahmen und desto schneller kann Verbesserung eintreten. -
Frequenz
Wie häufig sollte man die Therapie in Anspruch nehmen?
Therapien sind dann sinnvoll, wenn sie regelmäßig frequentiert sind (wöchentlich). Dichte Therapieeinheiten gewährleisten einen rascheren therapeutischen Prozesses und führen häufiger zu einer langfristigen Verbesserung. Meine Angebote zu Beratung/Coaching/Begleitung/Supervision kann man wöchentlich in Anspruch nehmen, hier ist es jedoch auch möglich größere Therapie-Abstände zu wählen (alle 2 oder mehr Wochen). Generell können die Abstände zwischen den Sitzungen variieren. In der Regel kommen Sie einmal wöchentlich, in Krisenfällen auch öfter. Ob eine kürzere oder längere Psychotherapie angezeigt ist, hängt ganz von der jeweiligen Problemstellung ab. -
Vorübergehende und zusätzliche Hilfsmittel:
Kann ich mir nicht einfach mit Medikamenten oder Selbsthilfe-Büchern selber helfen?
Es ist gut, dass es diese Mittel gibt und in speziellen Phasen auch Entlastung bieten. Sie ändern aber weder die krankmachenden Bedingungen, noch können sie dauerhaft die (psychische) Gesundheit verbessern. Sobald sie abgesetzt oder fertig sind, tritt im schlechteren Fall genau wieder das ein, was vorher schon ein Problem dargestellt hat. Letztendlich besteht die Gefahr, dass während der Einnahme/des Konsums der Zustand leichter zu ertragen ist, wegen der unveränderten Lebensdynamik allerdings Ursachen und Symptome schlimmer werden und sich vertiefen. Wirklich sinnvoll und auch angebracht sind Medikamente, Bücher und Seminare in Kombination mit einer guten Psychotherapie. Diese manchmal passende (vorübergehende) Hilfestellung können Sie mit einer Schiene vergleichen, die Sie ja bei einer körperlichen Erkrankung wie einem Knochenbruch oder etwas ähnlichem genauso verwenden würden.
Kernprinzipien der Existenzanalyse und Logotherapie
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Was versteht man unter „Sinn“ in der Existenzanalyse?
In der Existenzanalyse bezeichnet „Sinn“ das, …
… was einer Person als wertvoll und bedeutsam erscheint und ihr Leben mit Erfüllung füllt. Sinn entsteht nicht durch Nachdenken, sondern durch das emotionale Berührtsein von etwas Wertvollem. Sinn ist immer situativ und individuell – was für eine Person sinnvoll ist, kann für eine andere völlig bedeutungslos sein. Sinn zeigt sich in konkreten Momenten: im Gespräch mit einem Freund, beim Helfen anderer Menschen oder beim Verwirklichen eigener Projekte. Die Existenzanalyse in Wien hilft dabei, diese sinnvollen Momente zu erkennen und zu verstärken, besonders wichtig bei Themen wie Depression oder Burnout. -
Wie funktioniert die emotionale Zustimmung in der existenzanalytischen Therapie?
Die emotionale Zustimmung ist das Herzstück …
… der existenzanalytischen Psychotherapie. Sie beschreibt das innere „Ja“ zu dem, was man tut, denkt oder fühlt. Emotionale Zustimmung entsteht, wenn wir uns selbst und unsere Handlungen als stimmig erleben. Sie ist das Gegenteil von innerem Widerstand oder dem Gefühl, gegen sich selbst zu handeln. In der Therapie lernen Menschen, auf diese innere Stimme zu hören und Entscheidungen zu treffen, die mit ihren tiefsten Werten übereinstimmen. Das ist besonders hilfreich bei Angststörungen, da die emotionale Zustimmung Sicherheit und Vertrauen in die eigenen Entscheidungen schafft. -
Was bedeutet personale Existenz in der Logotherapie?
Personale Existenz meint in der Logotherapie …
… die Fähigkeit des Menschen, zu sich selbst und zu seinem Leben Stellung zu nehmen. Dies ist die spezifisch menschliche Dimension, die uns von anderen Lebewesen unterscheidet. Personale Existenz zeigt sich in der Freiheit, zwischen verschiedenen Möglichkeiten zu wählen und Verantwortung für diese Entscheidungen zu übernehmen. Sie umfasst drei wichtige Aspekte: die Fähigkeit zur Selbstdistanzierung (sich selbst von außen betrachten zu können), die Selbsttranszendenz (über sich hinausblicken zu können) und die Freiheit des Willens. Diese personale Dimension hilft Menschen dabei, sich nicht als Opfer ihrer Umstände zu sehen, sondern als handlungsfähige Personen, die ihr Leben gestalten können. -
Wie hilft die Existenzanalyse dabei, innere Freiheit zu entwickeln?
Die Existenzanalyse unterstützt Menschen dabei, …
… ihre innere Freiheit zu entdecken und zu leben. Innere Freiheit bedeutet nicht, tun zu können, was man will, sondern die Möglichkeit zu haben, zu allem Stellung zu nehmen. Durch die Stärkung der emotionalen Zustimmung und des Werteerlebens entwickeln Menschen mehr Wahlmöglichkeiten in ihrem Denken, Fühlen und Handeln. Diese innere Freiheit ist besonders wichtig bei Depression und Burnout, da sie Menschen aus dem Gefühl der Ohnmacht herausführt. Die Existenzanalyse in Wien zeigt konkrete Wege auf, wie man auch in schwierigen Situationen handlungsfähig bleiben und authentische Entscheidungen treffen kann. Dabei geht es darum, einschränkende Denkmuster und automatische Reaktionen zu erkennen und zu überwinden. -
Worin liegt der Unterschied zwischen Logotherapie und anderen sinnorientierten Therapieformen?
Die Logotherapie und Existenzanalyse unterscheidet sich …
… von anderen sinnorientierten Therapieformen durch ihren phänomenologischen Zugang und die Betonung der emotionalen Zustimmung. Als Psychotherapeut in 1180 Wien erkläre ich den Unterschied so: Während andere Ansätze oft nach dem „Warum“ fragen oder Sinn konstruieren wollen, fragt die Existenzanalyse nach dem „Wozu“ und hilft dabei, bereits vorhandenen Sinn zu entdecken. Sie arbeitet nicht mit vorgegebenen Sinnkonzepten, sondern unterstützt Menschen dabei, ihren individuellen Sinn zu finden. Besonders bei Angststörung, Depression oder Trauma ist dieser personenzentrierte Ansatz wertvoll, da er nicht von außen bewertet, sondern die innere Wahrheit der Person ernst nimmt. Die Methode ist sowohl tiefgehend als auch alltagspraktisch anwendbar.
Existenzanalyse bei Depression
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Wie erklärt die Existenzanalyse die Ursachen von Depression?
Die Existenzanalyse versteht Depression nicht nur …
… als biochemisches Ungleichgewicht, sondern als Folge einer blockierten Beziehung zum Leben. Depression entsteht oft, wenn Menschen den Zugang zu ihren eigenen Gefühlen und Werten verlieren. Drei zentrale Faktoren spielen dabei eine Rolle: erstens der Verlust der Selbstwahrnehmung – Menschen spüren nicht mehr, was ihnen guttut oder wichtig ist. Zweitens fehlt die emotionale Zustimmung zu sich selbst und zum eigenen Leben. Drittens geht der Sinn für das Wertvolle im Leben verloren.
In der Psychotherapie bei Depression in Wien zeigt sich oft, dass Betroffene in automatisierten Lebensmustern gefangen sind, ohne noch zu spüren, was sie wirklich bewegt. Die existenzanalytische Sichtweise betrachtet Depression als einen Hilferuf der Person, die ihre authentische Existenz wiederfinden möchte. -
Welche Rolle spielt der Sinnverlust bei depressiven Verstimmungen?
Sinnverlust ist oft ein zentraler Auslöser und …
… Verstärker depressiver Verstimmungen. Wenn Menschen nicht mehr spüren können, wofür es sich zu leben lohnt, entsteht eine existenzielle Leere, die sich als Niedergeschlagenheit, Antriebslosigkeit oder Hoffnungslosigkeit zeigt. Der Verlust von Sinn kann verschiedene Bereiche betreffen: die Arbeit wird zur bloßen Routine, Beziehungen fühlen sich oberflächlich an, oder frühere Interessen verlieren ihre Bedeutung.
Die Existenzanalyse in Wien hilft dabei, verschüttete Sinnquellen wiederzuentdecken. Oft sind es kleine, alltägliche Momente, die wieder Bedeutung gewinnen können – ein Gespräch, ein Spaziergang, eine kreative Tätigkeit. Wichtig ist zu verstehen, dass Sinn nicht erfunden, sondern wiederentdeckt wird. -
Wie unterstützt die existenzanalytische Psychotherapie Menschen mit Depression?
Die existenzanalytische Psychotherapie bei Depression …
… konzentriert sich darauf, die Verbindung der Person zu sich selbst und zum Leben wiederherzustellen. Der therapeutische Prozess beginnt oft damit, überhaupt wieder etwas spüren zu können – viele depressive Menschen sind emotional wie betäubt.
Zentrale Elemente der Therapie sind: die Stärkung der Selbstwahrnehmung durch achtsame Körperarbeit und Gefühlswahrnehmung, die Wiederentdeckung persönlicher Werte und die schrittweise Entwicklung emotionaler Zustimmung zu kleinen Lebensschritten. Die Therapie arbeitet sehr konkret: Was tut mir gut? Wann fühle ich mich lebendig? Welche Menschen und Aktivitäten berühren mich noch?
Ein wichtiger Aspekt ist auch die Arbeit mit der inneren Haltung – weg von Selbstverurteilung, hin zu mehr Selbstmitgefühl und Annahme der eigenen Situation. -
Wie kann man in der Existenzanalyse mit innerer Leere umgehen?
Innere Leere ist ein häufiges Symptom bei Depression …
… und wird in der Existenzanalyse als Signal verstanden, dass die Verbindung zu den eigenen Werten und Gefühlen unterbrochen ist. Der Umgang mit innerer Leere beginnt paradoxerweise damit, sie zunächst anzunehmen, anstatt sie sofort wegmachen zu wollen.
Die therapeutische Arbeit konzentriert sich darauf, auch in der Leere noch kleine Spuren von Leben zu finden. Das können körperliche Empfindungen sein, minimale Präferenzen (lieber Tee als Kaffee) oder winzige Momente der Berührung. Schritt für Schritt wird diese Wahrnehmungsfähigkeit ausgebaut.
Ein wichtiger Baustein ist die Wertimagination – eine Methode, bei der Menschen sich vorstellen, wie es wäre, wenn bestimmte Werte in ihrem Leben wieder Raum hätten. Diese Imagination kann erste Gefühle und Impulse wecken, die dann im realen Leben erprobt werden. -
Welche Wertearbeit ist bei Depression in der Logotherapie hilfreich?
Die Wertearbeit in der Logotherapie bei Depression …
… zielt darauf ab, persönliche Werte wieder zugänglich zu machen und zu beleben. Viele depressive Menschen haben den Kontakt zu dem verloren, was ihnen wirklich wichtig ist. Die Arbeit beginnt oft mit der Frage: „Was war Ihnen früher einmal wichtig?“ oder „Wofür haben Sie sich einmal begeistert?“
Konkrete Methoden sind: Werteerkundung durch Erinnerungsarbeit, das Aufspüren von Werten in kleinen Alltagssituationen und die schrittweise Integration von Werten in den Alltag. Wichtig ist, dass Werte nicht als moralische Verpflichtungen verstanden werden, sondern als das, was das Herz berührt und Leben schenkt.
Die Wertearbeit ist besonders heilsam, weil sie Menschen wieder mit ihrer eigenen Lebendigkeit in Kontakt bringt und ihnen zeigt, dass trotz Depression noch ein authentischer Kern in ihnen existiert, der nach Ausdruck sucht.
Existenzanalyse im Umgang mit Angst und Panik
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Wie unterscheidet die Existenzanalyse verschiedene Formen von Angst?
Die Existenzanalyse in Wien unterscheidet zwischen …
… verschiedenen Angstformen, die jeweils unterschiedliche therapeutische Ansätze erfordern. Zunächst gibt es die reaktive Angst, die als normale Reaktion auf konkrete Bedrohungen auftritt. Diese ist gesund und schützend. Problematisch wird es bei der konditionierten Angst, die durch negative Erfahrungen entstanden ist und sich verselbstständigt hat.
Die existenzielle Angst hingegen entsteht, wenn Menschen ihre Freiheit und Verantwortung spüren – sie ist Teil des Menschseins. Bei Angststörungen zeigt sich oft eine Mischung verschiedener Angstformen. Als Psychotherapeut für Angststörung in Wien arbeite ich daran, diese verschiedenen Ebenen zu unterscheiden und jeweils angemessen zu behandeln.
Besonders wichtig ist die Unterscheidung zwischen Angst vor konkreten Situationen und der diffusen Angst vor dem Leben selbst. Diese Differenzierung hilft dabei, gezielt therapeutische Strategien zu entwickeln. -
Was ist existenzielle Angst und wie kann man damit umgehen?
Existenzielle Angst ist die Angst vor der eigenen Freiheit, …
… vor Entscheidungen und vor der Verantwortung für das eigene Leben. Sie tritt auf, wenn Menschen sich ihrer Wahlmöglichkeiten bewusst werden und spüren, dass sie ihr Leben selbst gestalten müssen. Diese Form der Angst ist normal und gehört zum Menschsein dazu.
In der Psychotherapie bei Angst in Wien geht es nicht darum, existenzielle Angst zu eliminieren, sondern einen konstruktiven Umgang damit zu finden. Der Schlüssel liegt darin, die Angst als Hinweis auf wichtige Lebensentscheidungen zu verstehen. Existenzielle Angst zeigt oft, dass wir vor einem bedeutsamen Schritt stehen.
Hilfreich ist es, die Angst anzunehmen und gleichzeitig kleine, konkrete Schritte zu gehen. Durch die Stärkung der emotionalen Zustimmung zu den eigenen Entscheidungen kann existenzielle Angst sogar zu einem Wegweiser für authentische Lebenswege werden. -
Wie stärkt die Existenzanalyse die Entscheidungskraft bei Angstzuständen?
Bei Angstzuständen fühlen sich Menschen oft …
… handlungsunfähig und hin- und hergerissen zwischen verschiedenen Optionen. Die Existenzanalyse stärkt die Entscheidungskraft durch die Entwicklung der emotionalen Zustimmung. Diese innere Zustimmung hilft dabei zu spüren, welche Entscheidung sich richtig anfühlt.
In der Psychotherapie in 1170 Wien arbeite ich mit Klienten daran, wieder Vertrauen in die eigene Wahrnehmung zu entwickeln. Angst entsteht oft, wenn Menschen den Kontakt zu ihrer inneren Stimme verloren haben und nicht mehr spüren, was für sie stimmig ist. Durch gezielte Übungen zur Körperwahrnehmung und Werteklarifizierung lernen Menschen wieder, ihre authentischen Impulse wahrzunehmen.
Ein wichtiger Baustein ist auch die Arbeit mit kleinen Entscheidungen im Alltag. Wer lernt, bei kleinen Dingen auf sein Gefühl zu hören, entwickelt auch Mut für größere Lebensentscheidungen. Die Existenzanalyse in Wien zeigt, dass Entscheidungskraft nicht durch Denken, sondern durch Fühlen und emotionale Zustimmung entsteht. -
Welche Strategien der Existenzanalyse helfen gegen Panikattacken?
Panikattacken entstehen oft, …
… wenn Menschen das Vertrauen in sich selbst und in das Leben verlieren. Die Existenzanalyse in Wien bietet mehrere konkrete Strategien: Die Grundhaltung ist zunächst die Akzeptanz der Panik, anstatt gegen sie zu kämpfen. Widerstand verstärkt meist die Symptome.
Eine zentrale Methode ist die Arbeit mit der Aufmerksamkeit. Während einer Panikattacke verlieren Menschen oft den Kontakt zur Gegenwart. Durch bewusste Wahrnehmung von konkreten Sinneseindrücken – was sehe, höre, rieche ich jetzt? – kann die Verbindung zur Realität wiederhergestellt werden.
Als Psychotherapeut für Panik in Wien vermittle ich auch die Technik der „inneren Zustimmung zur Angst“. Paradoxerweise nimmt Panik oft ab, wenn wir innerlich „Ja“ zu ihr sagen, anstatt sie wegkämpfen zu wollen. Langfristig geht es darum, das Urvertrauen ins Leben wieder zu stärken und die tieferliegenden existenziellen Themen zu bearbeiten, die hinter der Panik stehen. -
Wie geht die Logotherapie mit Vermeidung und Angstverhalten um?
Vermeidungsverhalten ist ein …
… natürlicher Schutzreflex bei Angst, der aber langfristig die Angst verstärkt und das Leben einschränkt. Die Logotherapie geht hier anders vor als reine Verhaltenstherapie: Anstatt nur die Vermeidung zu überwinden, wird nach dem Sinn hinter dem Vermeidungsverhalten gefragt.
In der Psychotherapie in 1180 Wien erkunde ich mit Klienten, welche wichtigen Bedürfnisse hinter dem Vermeidungsverhalten stehen. Oft ist es der Wunsch nach Sicherheit oder Kontrolle. Diese Bedürfnisse werden ernst genommen und alternative Wege gesucht, sie zu erfüllen.
Der Ansatz ist „Mut durch Sinn“: Menschen überwinden Vermeidung eher, wenn sie einen wichtigen Grund dafür haben. Wenn jemand spürt, dass bestimmte Aktivitäten für wichtige Werte stehen – etwa Familie, Freundschaft oder berufliche Erfüllung – entsteht oft natürlich der Mut, sich der Angst zu stellen. Die Existenzanalyse in Wien hilft dabei, diese sinnvollen Motivationen zu entdecken und zu stärken.
Traumabewältigung durch existenzanalytische Methoden
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Wie unterstützt die Existenzanalyse Menschen nach einem Trauma?
Die Existenzanalyse in Wien bietet …
… einen besonderen Zugang zur Traumabewältigung, der über die reine Symptombehandlung hinausgeht. Nach einem Trauma ist oft das Vertrauen in das Leben und in die eigene Person erschüttert. Menschen fühlen sich nicht mehr sicher in der Welt und verlieren den Zugang zu ihren eigenen Gefühlen und Werten.
Als Psychotherapeut in Wien arbeite ich zunächst daran, die Sicherheit im Hier und Jetzt wiederherzustellen. Das bedeutet, die Wahrnehmung für den eigenen Körper und die Umgebung zu stärken. Viele Traumatisierte leben in ständiger Alarmbereitschaft oder sind emotional wie betäubt. Die existenzanalytische Traumatherapie in Wien konzentriert sich darauf, die Verbindung zur Gegenwart und zu sich selbst sanft wiederherzustellen.
Ein zentraler Aspekt ist die Arbeit mit der emotionalen Zustimmung. Trauma zerstört oft das Gefühl, dass das Leben grundsätzlich gut und sinnvoll ist. Durch behutsame Schritte wird diese emotionale Zustimmung zum Leben wieder aufgebaut. Dabei geht es nicht darum, das Trauma zu vergessen, sondern einen neuen, heilsamen Umgang damit zu finden.
Die Existenzanalyse respektiert, dass jeder Mensch seine eigene Zeit und seinen eigenen Weg der Heilung braucht. Es gibt keine vorgefertigten Lösungen, sondern die Therapie orientiert sich immer an dem, was für die betroffene Person stimmig und heilsam ist. -
Was bedeutet „Sinn finden nach einem Trauma“ in der Logotherapie?
„Sinn finden nach einem Trauma“ bedeutet …
… in der Logotherapie nicht, dem Trauma selbst einen Sinn zu geben oder es zu rechtfertigen. Vielmehr geht es darum, trotz des erlittenen Leids wieder Sinnmöglichkeiten im Leben zu entdecken. Viktor Frankl, der Begründer der Logotherapie, hat selbst schwerste Traumatisierungen überlebt und gezeigt, dass Menschen auch in extremsten Situationen noch Wahlmöglichkeiten haben.
In der Traumatherapie in Wien arbeite ich mit Betroffenen daran, zunächst kleine Sinninseln im Alltag zu finden. Das kann ein Gespräch mit einem Freund sein, die Pflege einer Pflanze oder ein kreativer Ausdruck. Diese kleinen Sinnmomente helfen dabei, wieder Hoffnung und Lebensmut zu entwickeln. Ein wichtiger Aspekt ist die Erkenntnis, dass Menschen durch schwere Erfahrungen oft eine besondere Tiefe und Weisheit entwickeln. Viele Traumaüberlebende entdecken nach der Heilungsphase neue Werte wie Mitgefühl, Dankbarkeit oder den Wunsch, anderen zu helfen. Dies geschieht nicht automatisch, sondern braucht Zeit und therapeutische Begleitung.
Die Sinnfindung ist ein sehr individueller Prozess. Was für eine Person heilsam und sinnvoll ist, kann für eine andere völlig anders aussehen. Die Logotherapie respektiert diese Individualität und unterstützt Menschen dabei, ihren eigenen authentischen Weg zu finden. -
Wie hilft die existenzanalytische Therapie bei der Verarbeitung traumatischer Erlebnisse?
Die existenzanalytische Psychotherapie in 1170 Wien geht …
… bei der Traumaverarbeitung besonders behutsam vor und orientiert sich am Tempo der betroffenen Person. Ein zentraler Grundsatz ist, dass nicht das Trauma im Mittelpunkt steht, sondern die ganze Person mit all ihren Ressourcen und Möglichkeiten.
Die Therapie beginnt oft mit der Stabilisierung. Viele Traumatisierte haben den Kontakt zu ihrem Körper und ihren Gefühlen verloren oder werden von ihnen überwältigt. Durch achtsame Körperwahrnehmung und Atemtechniken wird zunächst eine sichere Basis geschaffen. Die Person lernt wieder zu spüren: „Ich bin hier, ich bin jetzt sicher, ich kann mich selbst wahrnehmen.“
Ein wichtiger Baustein ist die Arbeit mit der Selbstbeziehung. Trauma führt oft zu Selbstvorwürfen, Scham und dem Gefühl, „kaputt“ zu sein. Die existenzanalytische Traumatherapie in Wien hilft dabei, wieder Mitgefühl für sich selbst zu entwickeln und die eigene Verletzlichkeit als menschlich anzunehmen.
Die Verarbeitung des Traumas geschieht nicht durch endloses Wiederholen der schlimmen Erfahrungen, sondern durch die schrittweise Integration in die Lebensgeschichte. Das Trauma wird zu einem Teil der Geschichte, aber nicht mehr zum bestimmenden Element. Menschen lernen zu unterscheiden zwischen dem, was war, und dem, was jetzt ist. -
Welche Bedeutung hat Selbstwert in der Traumatherapie der Existenzanalyse?
Trauma erschüttert oft fundamental …
… den Selbstwert einer Person. Betroffene fühlen sich wertlos, beschädigt oder glauben, das Trauma sei ihre Schuld. In der Psychotherapie 1180 ist die Wiederherstellung eines gesunden Selbstwerts daher ein zentrales Therapieziel.
Die Existenzanalyse versteht Selbstwert nicht als etwas, was man sich erarbeiten oder verdienen muss, sondern als grundlegendes Menschenrecht. Jeder Mensch hat allein durch sein Dasein einen unantastbaren Wert. Diese Grundhaltung prägt die gesamte therapeutische Arbeit.
Praktisch wird am Selbstwert gearbeitet, indem Menschen wieder lernen, ihre eigenen Bedürfnisse wahrzunehmen und ernst zu nehmen. Viele Traumatisierte haben gelernt, ihre eigenen Grenzen zu missachten oder sich selbst nicht wichtig zu nehmen. In der Therapie wird Schritt für Schritt geübt, „Nein“ zu sagen, wenn etwas nicht stimmig ist, und „Ja“ zu dem, was guttut.
Ein wichtiger Aspekt ist auch die Arbeit mit der inneren Stimme. Traumatisierte Menschen haben oft eine sehr kritische und verletzende innere Stimme entwickelt. Diese wird in der Therapie durch eine mitfühlendere und unterstützende Stimme ersetzt. Menschen lernen, mit sich selbst so zu sprechen, wie sie mit einem guten Freund sprechen würden.
Der Aufbau von Selbstwert geschieht auch durch positive Erfahrungen im therapeutischen Raum. Wenn Menschen erleben, dass sie so, wie sie sind, angenommen und wertgeschätzt werden, kann sich ihr Selbstbild langsam wandeln. -
Wie funktioniert Wertimagination bei der Aufarbeitung von Trauma?
Wertimagination ist eine spezielle Methode …
… der existenzanalytischen Traumatherapie, die dabei hilft, wieder Zugang zu positiven Lebensinhalten zu finden. Nach einem Trauma sind Menschen oft von negativen Bildern und Erinnerungen überwältigt. Die Wertimagination schafft bewusst einen Gegenpol dazu.
Als Traumatherapeut in Wien leite ich Klienten dabei an, sich Situationen vorzustellen, in denen sie sich sicher, wertvoll und lebendig fühlen. Das können Erinnerungen an schöne Momente vor dem Trauma sein, aber auch imaginäre Szenen, die Werte wie Geborgenheit, Liebe oder Freiheit verkörpern. Die Imagination wirkt auf mehreren Ebenen: Körperlich entspannt sie das oft angespannte Nervensystem. Emotional öffnet sie wieder den Zugang zu positiven Gefühlen. Geistig zeigt sie auf, dass es neben dem Trauma auch andere Realitäten gibt.
Wichtig ist, dass die Wertimagination behutsam eingesetzt wird. Menschen werden nicht gedrängt, sich etwas Positives vorzustellen, wenn sie noch nicht bereit dafür sind. Die Methode wird immer an die aktuelle Verfassung der Person angepasst.
Langfristig hilft Wertimagination dabei, neue Lebensperspektiven zu entwickeln. Menschen entdecken wieder, was ihnen wichtig ist und wofür es sich zu leben lohnt. Diese Werte werden dann schrittweise in den realen Alltag integriert, wodurch ein neues, vom Trauma nicht mehr dominiertes Leben entstehen kann.
Burnout und Erschöpfung im existenziellen Kontext
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Was ist Burnout aus Sicht der Existenzanalyse?
Burnout wird in der Existenzanalyse in Wien nicht nur …
… als Folge von Überlastung verstanden, sondern als Zeichen dafür, dass Menschen den Kontakt zu ihren eigenen Werten und ihrer authentischen Existenz verloren haben. Burnout entsteht oft, wenn Menschen über längere Zeit gegen ihre innere Natur leben oder in Rollen gefangen sind, die nicht zu ihnen passen.
Die existenzanalytische Sichtweise erkennt drei zentrale Dimensionen des Burnouts: Die körperliche Erschöpfung ist nur die Spitze des Eisbergs. Darunter liegt oft eine emotionale Erschöpfung – Menschen haben das Gefühl für das verloren, was sie wirklich bewegt. Am tiefsten liegt die existenzielle Erschöpfung – der Verlust des Sinns für das, was man tut.
Als Psychotherapeut für Burnout in Wien sehe ich häufig, dass Menschen in einem Automatismus gefangen sind. Sie funktionieren nur noch, anstatt zu leben. Die Existenzanalyse fragt nicht nur „Was belastet Sie?“, sondern vor allem „Was fehlt Ihnen? Was würde Ihrem Leben wieder Lebendigkeit geben?“
Ein wichtiger Aspekt ist die Erkenntnis, dass Burnout oft ein Hilferuf der Seele ist. Die Erschöpfung zwingt Menschen dazu, innezuhalten und zu hinterfragen, wie sie leben möchten. In diesem Sinne kann Burnout auch als Chance für einen Neuanfang verstanden werden, bei dem Menschen lernen, wieder in Übereinstimmung mit sich selbst zu leben. -
Wie erkennt man existenzielle Erschöpfung im Unterschied zu körperlicher Müdigkeit?
Existenzielle Erschöpfung unterscheidet sich grundlegend …
… von normaler körperlicher Müdigkeit. Während körperliche Müdigkeit durch Schlaf und Erholung behoben werden kann, bleibt existenzielle Erschöpfung auch nach Ruhephasen bestehen. Menschen wachen bereits müde auf und haben das Gefühl, als würde ihnen die Energie von innen heraus fehlen.
In der Psychotherapie für Burnout in Wien erkläre ich den Unterschied so: Körperliche Müdigkeit sagt „Ich brauche Pause“, existenzielle Erschöpfung sagt „Ich brauche Sinn“. Menschen mit existenzieller Erschöpfung haben oft genug Schlaf, fühlen sich aber trotzdem leer und kraftlos. Sie können sich nicht mehr für Dinge begeistern, die ihnen früher wichtig waren.
Typische Anzeichen existenzieller Erschöpfung sind: Ein Gefühl der inneren Leere, auch wenn äußerlich alles „stimmt“. Die Frage „Wofür mache ich das eigentlich?“ wird immer drängender. Frühere Interessen und Freuden verlieren ihre Anziehungskraft. Menschen haben das Gefühl, nur noch zu funktionieren, aber nicht mehr wirklich zu leben.
Als Psychotherapeut in 1170 Wien arbeite ich mit Betroffenen daran, zunächst diese Unterscheidung zu verstehen. Viele Menschen mit existenzieller Erschöpfung versuchen das Problem durch mehr Erholung oder Effizienz zu lösen, was aber nicht funktioniert. Die Lösung liegt nicht in weniger Tun, sondern in anderem, sinnvollerem Tun. -
Welche Rolle spielt Sinnverlust bei Burnout?
Sinnverlust ist oft der Hauptauslöser …
… und Verstärker von Burnout. Wenn Menschen nicht mehr spüren können, wofür sie arbeiten und leben, wird jede Anstrengung zur Qual. Die Arbeit wird zur sinnlosen Routine, Beziehungen fühlen sich oberflächlich an, und das ganze Leben erscheint wie ein Hamsterrad.
In der existenzanalytischen Psychotherapie in Wien zeigt sich oft, dass Burnout-Betroffene ihre ursprünglichen Träume und Werte aus den Augen verloren haben. Sie haben sich so sehr an äußere Erwartungen angepasst, dass sie vergessen haben, was ihnen selbst wichtig ist. Der Beruf wurde zum Gelderwerb reduziert, Beziehungen zu Pflichten, Freizeit zu Ablenkung.
Sinnverlust bei Burnout kann verschiedene Formen annehmen: Manche Menschen haben nie richtig gespürt, was ihnen wichtig ist, und leben ein Leben nach den Vorstellungen anderer. Andere hatten früher klare Werte, haben aber im Laufe der Zeit den Kontakt dazu verloren. Wieder andere stecken in Lebenssituationen fest, die ihren Werten widersprechen, sehen aber keinen Ausweg.
Die Arbeit mit Sinnverlust in der Psychotherapie in 1180 Wien beginnt oft mit der Frage: „Wann haben Sie sich das letzte Mal wirklich lebendig gefühlt?“ Diese Momente der Lebendigkeit sind wie Wegweiser zu den verschütteten Sinnquellen. Schritt für Schritt werden diese Quellen wieder freigelegt und in den Alltag integriert. -
Wie hilft die Logotherapie bei der Prävention von Burnout?
Die Logotherapie bietet wertvolle Ansätze …
… zur Burnout-Prävention, indem sie Menschen dabei unterstützt, frühzeitig die Verbindung zu ihren Werten und ihrem Sinn zu stärken. Prävention beginnt mit der Selbstwahrnehmung: Menschen lernen, die ersten Anzeichen von Sinnverlust und existenzieller Erschöpfung zu erkennen.
Als Psychotherapeut in Wien vermittle ich präventive Strategien: Regelmäßige Wertereflektion – Menschen fragen sich bewusst: „Was ist mir wirklich wichtig? Lebe ich danach?“ Die Pflege der emotionalen Zustimmung – Menschen achten darauf, ob sie innerlich „Ja“ zu dem sagen können, was sie tun. Sinnvolle Pausen – nicht nur körperliche Erholung, sondern Zeit für das, was berührt und erfüllt.
Ein wichtiger präventiver Baustein ist die Entwicklung einer „Sinn-Sensibilität“. Menschen lernen zu spüren, wann ihr Leben in Richtung Sinnlosigkeit abdriftet und können rechtzeitig gegensteuern. Dies ist besonders wichtig in Lebensphasen mit hohem Stress oder großen Veränderungen.
Die Logotherapie zeigt auch, wie Menschen auch in schwierigen Arbeitssituationen Sinn finden können. Oft geht es nicht darum, den Job zu wechseln, sondern die Art zu ändern, wie man ihn ausführt. Ein Buchhalter kann seine Arbeit als Beitrag zur Existenzsicherung seiner Familie sehen, eine Krankenschwester als direkten Dienst am Menschen.
Langfristige Burnout-Prävention bedeutet, ein Leben zu führen, das den eigenen tiefsten Werten entspricht. Dies erfordert Mut zu authentischen Entscheidungen und manchmal auch zu Veränderungen, die von außen nicht verstanden werden. -
Was kann man tun, wenn Arbeit das Leben vollständig dominiert?
Wenn Arbeit das Leben vollständig dominiert, …
… ist oft nicht die Arbeitsmenge das Problem, sondern die fehlende Balance zwischen verschiedenen Lebensbereichen und Werten. Menschen verlieren sich in einem einzigen Lebensbereich und vernachlässigen andere wichtige Aspekte ihrer Existenz.
In der Psychotherapie für Burnout in Wien arbeite ich mit Betroffenen zunächst daran, die verschiedenen Lebensbereiche bewusst wahrzunehmen: Arbeit, Familie, Freundschaften, Gesundheit, persönliche Entwicklung, Spiritualität oder Kreativität. Oft stellen Menschen fest, dass ganze Bereiche völlig brach liegen.
Der erste Schritt ist nicht, sofort weniger zu arbeiten, sondern bewusst kleine Inseln für andere Werte zu schaffen. Das kann ein wöchentliches Gespräch mit einem Freund sein, eine kreative Tätigkeit am Wochenende oder regelmäßige Bewegung in der Natur. Diese „Werte-Inseln“ helfen dabei, wieder ein Gefühl für das zu entwickeln, was jenseits der Arbeit wichtig ist.
Als Existenzanalytiker in Wien unterstütze ich Menschen auch dabei, die Funktion der Arbeitssucht zu verstehen. Oft steckt dahinter die Flucht vor anderen Lebensbereichen, die schmerzhaft oder schwierig erscheinen. Manchmal ist es auch der Versuch, durch Leistung Anerkennung und Selbstwert zu gewinnen.
Die Lösung liegt nicht in radikalen Veränderungen, sondern in einem schrittweisen Rebalancing. Menschen lernen, auch anderen Werten Raum zu geben und zu erkennen, dass ein erfülltes Leben mehr braucht als nur beruflichen Erfolg. Paradoxerweise werden Menschen oft auch beruflich erfolgreicher, wenn sie nicht mehr einseitig fixiert sind, sondern aus einem reicheren Leben heraus agieren können.
Suchtverhalten und innere Leere
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Was sagt die Existenzanalyse über die Ursachen von Sucht?
Die Existenzanalyse in Wien versteht Sucht …
… nicht primär als Krankheit oder Charakterschwäche, sondern als verzweifelten Versuch, existenzielle Leere zu füllen und unerträgliche Gefühle zu betäuben. Sucht entsteht oft dort, wo Menschen den Kontakt zu ihren eigenen Werten und zu sinnvollen Lebensinhalten verloren haben.
Aus existenzanalytischer Sicht gibt es drei Hauptursachen für Suchtverhalten: Erstens die Flucht vor unerträglichen Gefühlen wie Angst, Trauer oder Scham. Zweitens der Versuch, innere Leere und Sinnlosigkeit zu übertönen. Drittens das Bedürfnis nach Kontrolle in einem Leben, das sich unkontrollierbar anfühlt. Als Psychotherapeut in Wien erkläre ich Betroffenen, dass die Sucht ursprünglich eine Lösungsstrategie war – nur eine, die langfristig mehr Probleme schafft als löst. Diese Perspektive nimmt die Scham aus der Sucht und macht deutlich, dass der Mensch hinter der Sucht nach Leben und Erfüllung sucht, nur auf einem destruktiven Weg.
Die Existenzanalyse fragt nicht nur „Wovon sind Sie abhängig?“, sondern vor allem „Wovon sind Sie abgeschnitten?“ Oft zeigt sich, dass Menschen von ihren eigenen Gefühlen, ihren Werten oder von bedeutsamen Beziehungen abgeschnitten sind. Die Sucht wird dann zum Ersatz für das, was eigentlich gebraucht würde: echte Verbindung, Sinn und emotionale Erfüllung.
Ein wichtiger Aspekt ist auch die Erkenntnis, dass Sucht oft in Lebensphasen entsteht, wo Menschen besonders verletzlich sind – nach Verlusten, in Krisen oder bei großen Übergängen. Die existenzanalytische Sichtweise hilft dabei, diese Zusammenhänge zu verstehen und Mitgefühl für die eigene Geschichte zu entwickeln. -
Wie entsteht Suchtverhalten durch Sinnverlust?
Sinnverlust ist einer der stärksten Auslöser …
… für Suchtverhalten. Wenn Menschen nicht mehr spüren können, wofür es sich zu leben lohnt, entsteht eine existenzielle Leere, die nach Füllung schreit. Suchtmittel oder süchtige Verhaltensweisen bieten eine schnelle, wenn auch oberflächliche Antwort auf diese Leere.
In der Psychotherapie in 1170 Wien sehe ich oft, wie Sinnverlust zu einem Teufelskreis führt: Menschen verlieren den Kontakt zu ihren Werten, fühlen sich leer und greifen zu Suchtmitteln. Diese verschleiern zunächst die Leere, verstärken sie aber langfristig, da sie von echter Sinnfindung abhalten. Es entsteht ein Kreislauf aus Sinnlosigkeit, Betäubung und noch tieferer Sinnlosigkeit.
Besonders gefährdet sind Menschen in Lebensphasen großer Veränderung: nach dem Berufseinstieg, wenn die Aufregung der Jugend vorbei ist, in der Midlife-Crisis, nach dem Ende einer Beziehung oder beim Übergang in die Rente. In diesen Phasen müssen Menschen oft neu definieren, was ihnen wichtig ist – und wenn das nicht gelingt, kann Sucht als Ersatz einspringen.
Die existenzanalytische Psychotherapie in Wien zeigt, dass hinter jeder Sucht eine ungestillte Sehnsucht nach Leben steht. Menschen sehnen sich nach Lebendigkeit, Verbindung, Bedeutung – und wenn sie diese nicht auf gesunde Weise finden können, versuchen sie es durch Suchtmittel. Diese Sehnsucht ist nicht das Problem, sondern der Wegweiser zur Heilung.
Ein wichtiger Erkenntnisschritt ist zu verstehen, dass die Sucht nicht das eigentliche Problem ist, sondern ein Symptom für tieferliegende existenzielle Bedürfnisse. Wenn diese Bedürfnisse auf gesunde Weise erfüllt werden können, verliert die Sucht oft ihre Macht. -
Wie hilft Logotherapie Menschen mit Suchttendenzen?
Die Logotherapie bietet einen einzigartigen Ansatz …
… in der Suchtbehandlung, indem sie nicht primär die Sucht bekämpft, sondern dabei hilft, sinnvolle Alternativen zu entwickeln. Der Grundgedanke ist: Menschen überwinden Sucht nicht durch Willenskraft allein, sondern durch die Entdeckung von etwas Wertvollerem.
Als Psychotherapeut in 1180 Wien arbeite ich mit Betroffenen zunächst daran, verschüttete Werte und Sinnquellen wiederzuentdecken. Oft haben Menschen mit Suchtproblemen vergessen, was ihnen früher wichtig war oder was sie begeistern konnte. Durch gezielte Fragen und Übungen werden diese Schätze wieder gehoben: „Wann haben Sie sich das letzte Mal wirklich lebendig gefühlt? Was hat Sie früher begeistert? Wofür würden Sie gerne gebraucht werden?“
Ein zentraler Baustein der logotherapeutischen Suchtbehandlung ist die Wertimagination. Menschen stellen sich vor, wie ihr Leben aussehen würde, wenn bestimmte Werte wieder Raum hätten. Diese Imagination weckt oft Gefühle und Impulse, die stärker sind als das Suchtverhalten. Ein Vater kann sich vorstellen, wie er für seine Kinder da sein möchte, eine Künstlerin kann ihre kreative Vision wiederentdecken.
Die Logotherapie arbeitet auch mit dem Konzept der „Selbsttranszendenz“ – der Fähigkeit, über sich hinauszublicken und sich für etwas Größeres zu engagieren. Viele Menschen überwinden ihre Sucht, wenn sie eine Aufgabe finden, die größer ist als sie selbst – sei es die Familie, ein berufliches Projekt oder ein gesellschaftliches Engagement.
Wichtig ist auch die Arbeit mit der „trotzigen Macht des Geistes“ – der menschlichen Fähigkeit, auch zu widrigen Umständen Stellung zu nehmen. Menschen lernen, dass sie nicht hilflose Opfer ihrer Sucht sind, sondern die Freiheit haben, sich zu entscheiden – auch wenn diese Freiheit oft sehr klein erscheint. -
Was kann man tun gegen innere Leere und das Bedürfnis nach Betäubung?
Innere Leere ist oft das Kernproblem …
… hinter Suchtverhalten und anderen destruktiven Bewältigungsstrategien. Das Bedürfnis nach Betäubung entsteht, wenn diese Leere unerträglich wird. Die existenzanalytische Psychotherapie in Wien bietet konkrete Wege, um mit dieser Leere konstruktiv umzugehen.
Der erste wichtige Schritt ist, die Leere nicht als Feind zu bekämpfen, sondern als Signal zu verstehen. Innere Leere zeigt an, dass wichtige Lebensbereiche vernachlässigt wurden oder dass die Verbindung zu den eigenen Werten verloren gegangen ist. Sie ist wie ein Warnsignal, das sagt: „Hier fehlt etwas Wichtiges in deinem Leben.“
Als Psychotherapeut Wien arbeite ich mit Betroffenen daran, die Leere zunächst auszuhalten, ohne sie sofort betäuben zu müssen. Das ist oft der schwierigste, aber auch wichtigste Schritt. Menschen lernen Techniken der Achtsamkeit und Selbstwahrnehmung, um auch unangenehme Gefühle als Teil des Lebens anzunehmen. Parallel dazu wird aktiv nach Sinnquellen gesucht. Das können zunächst ganz kleine Dinge sein: ein Gespräch mit einem Freund, die Pflege einer Pflanze, eine kreative Tätigkeit oder ein Spaziergang in der Natur. Diese „Mini-Sinnmomente“ helfen dabei, die Leere schrittweise zu füllen.
Ein wichtiger Baustein ist auch die Arbeit mit Werten. Menschen erkunden: Was ist mir wirklich wichtig? Wie kann ich diese Werte in meinem Alltag leben? Oft stellt sich heraus, dass die Leere entsteht, weil Menschen gegen ihre tiefsten Überzeugungen leben oder ihre wichtigsten Bedürfnisse vernachlässigen.
Die Existenzanalyse zeigt auch, dass manche Leere normal und sogar wertvoll ist. Sie kann Raum schaffen für Neues und ist oft der Beginn wichtiger Lebensphasen. Menschen lernen zu unterscheiden zwischen destruktiver Leere, die nach Betäubung schreit, und fruchtbarer Leere, die Möglichkeiten eröffnet. -
Wie unterstützt existenzanalytische Therapie die Rückkehr zu eigenen Werten?
Die Rückkehr zu eigenen Werten …
… ist ein zentraler Heilungsweg in der existenzanalytischen Suchttherapie. Viele Menschen mit Suchtproblemen haben über Jahre oder Jahrzehnte gegen ihre innersten Überzeugungen gelebt und dadurch den Kontakt zu sich selbst verloren.
In der Existenzanalyse in Wien beginnt dieser Prozess mit einer liebevollen Bestandsaufnahme: Welche Werte waren mir früher wichtig? Was hat mir Kraft und Freude gegeben? Wann habe ich mich das letzte Mal wirklich authentisch gefühlt? Oft müssen Menschen weit in ihre Vergangenheit zurückgehen, um diese verschütteten Schätze zu finden.
Ein wichtiger Schritt ist die Unterscheidung zwischen übernommenen und echten Werten. Viele Menschen leben nach Werten, die sie von Familie, Gesellschaft oder Peergroups übernommen haben, die aber nicht wirklich zu ihnen passen. Die existenzanalytische Therapie hilft dabei, diese „falschen“ Werte zu erkennen und zu den authentischen Werten zurückzufinden.
Als Psychotherapeut in 1170 Wien unterstütze ich Menschen dabei, ihre Werte nicht nur zu erkennen, sondern auch zu leben. Das geschieht oft in kleinen Schritten: Ein Mensch, dem Ehrlichkeit wichtig ist, beginnt damit, in kleinen Situationen authentischer zu sein. Jemand, der Kreativität schätzt, nimmt sich bewusst Zeit für künstlerische Tätigkeiten.
Die Rückkehr zu den eigenen Werten ist oft mit Widerständen verbunden. Menschen müssen manchmal unbequeme Entscheidungen treffen oder sich von Beziehungen lösen, die ihren Werten widersprechen. Die existenzanalytische Therapie bietet Unterstützung für diese oft schwierigen, aber notwendigen Veränderungen.
Ein besonders heilsamer Aspekt ist die Erfahrung, dass das Leben an Bedeutung und Erfüllung gewinnt, wenn Menschen wieder in Übereinstimmung mit ihren Werten leben. Diese positive Erfahrung wird oft zu einem natürlichen Schutz vor Rückfällen, da das authentische Leben so viel befriedigender ist als die Flucht in die Sucht.