FAQ’s

Häufige Fragen zu Psychotherapie

Das Bild der Psychotherapeuten hat sich heute gewandelt und wir haben heute zu psychischer Gesundheit einen offeneren Zugang. Trotzdem bleibt der Kontakt zum eigenen Therapeuten „exklusiv”, einerseits durch das offene Vertrauensverhältnis, andererseits durch die oftmals erwünschte Anonymität, die durch die Schweigepflicht noch verstärkt wird.

Das hat zur Folge, dass es immer noch viele Rätsel über Psychotherapie gibt.
Ich habe daher hier einige Antworten bereitgestellt, zur Information und Aufklärung.

  • Welche Therapie-Methode eignet sich für mein Problem?

    Die Beziehung zwischen der PatientIn und dem Therapeuten …

    … muss gut sein, damit die Therapie gut verlaufen kann. Das Wichtigste ist, dass Sie sich mit Ihrem Therapeuten gut verstehen.

    Beim Erstgespräch finden wir heraus, welche Therapiemethode in Ihrem speziellen Fall die wirksamste ist. Ob in der Einzeltherapie, in der Paartherapie, beim Coaching, bei der Beratung oder bei der Begleitung – Existenzanalyse und Wertimagination halten zahlreiche Therapiemöglichkeiten für uns bereit.

    Die angewandte Methode allein sagt wenig über einen möglichen Therapieerfolg aus. Die Methodenvielfalt bietet einfach die Chance, sich dort am besten einzufinden, wo man sich aufgehoben, respektiert und fachlich kompetent begleitet fühlt.

    In der wissenschaftlichen Auseinandersetzung herrscht heute im Großen und Ganzen darüber Einigkeit, dass unsere Gesellschaft mit ihren verschiedenen Erwartungen und Lebensentwürfen auch unterschiedliche Therapieziele und Methoden benötigt.

    Als wissenschaftlich aprobiert und als Psychotherapiemethoden dürfen in Österreich, Schweiz und Deutschland nur jene Verfahren bezeichnet werden, die von den Krankenkassen und dem Bundesministerium für Gesundheit akzeptiert sind.

  • Muss/kann ich die Therapiekosten selbst begleichen?

    Die Therapiekosten übernehmen zu lassen …

    … ist in Österreich in vier Varianten gedacht. Generell ist es möglich, die Kosten von Krankenkassen (teil-)refundieren zu lassen. Es ist jedoch auch möglich, die Kosten selbst zu übernehmen.

    Selbstzahler

    Sie begleichen die Kosten für die Psychotherapie selbst. Dies bewährt sich vor allem dann, wenn Sie größtmögliche Anonymität wahren wollen. In diesem Fall besteht der Behandlungsvertrag ausschließlich zwischen Ihnen und mir.

    Die Krankenkasse übernimmt eine Teilrefundierung der Kosten

    Um KlientInnen mit geringem Einkommen eine psychotherapeutische Behandlung zu ermöglichen, kann ich als eingetragener Psychotherapeut einen Krankenkassenzuschuss nach der erfolgten Diagnose stellen.
    Derzeit werden € 21,80 pro Psychotherapie-Einheit von den meisten österreichischen Krankenkassen, wie der WGKK, teilrefundiert.
    BVA Versicherte werden mit € 40,00 unterstützt.
    Die Regelung für die Versicherungsanstalt der Eisenbahner VAEB: Eine Teilrefundierung durch die Krankenkasse in der Höhe von € 28,- für eine Sitzung ist für die psychotherapeutische Behandlung von Einzelpersonen möglich.
    Bei der Sozialversicherungsanstalt der Bauern SVB werden € 50,- für eine psychotherapeutische Sitzung refundiert.

    Die private Krankenversicherung übernimmt einen Teil oder das ganze Honorar

    Private Krankenversicherungsträgern refundieren die Kosten der Psychotherapie teilweise und manchmal sogar komplett.

    Voller Krankenkassenplatz

    Viel zu selten werden von der Krankenkasse die kompletten Kosten der Psychotherapie übernommen (je nach Bundesland sind die Kriterien unterschiedlich). Kontaktieren Sie am besten Ihre Krankenkasse und klären Sie mit dieser die Möglichkeit einer kompletten Kostenübernahme.

  • Ich will nicht, dass meine Psychotherapie irgendwo aufscheint!

    Anonymität

    Selbstverständlich basiert unser Therapeuten-Patienten-Verhältnis auf Vertrauen und Integrität. Wenn es Ihnen ein Anliegen ist, dass Ihre Themen nirgends aufscheinen, ist es ratsam die Variante der Selbstbezahlung in Anspruch zu nehmen. Zu weiteren Fragen würde ich Sie bitten, das unverbindliche Erstgespräch in Anspruch zu nehmen.

  • Psychotherapie unter 18?

    Prinzipiell kann man in jedem Alter in eine medizinische Behandlung einwilligen.

    Jugendlich ist man in Österreich bis zum 19. Geburtstag.
    Sie können auch unter 18 Jahren in eine medizinische Behandlung einwilligen. Ausgenommen ist unter anderem die Behandlung mit Psychopharmaka. Hinderlich bei der Inanspruchnahme einer Therapie kann jedoch die Finanzierung derselben sein, denn selbst wenn Sie ein eigenes Einkommen haben, muss gewährleistet sein, dass die Kosten Ihre finanziellen Mittel nicht übersteigen.

  • Wann soll ich beginnen? Wie lange dauert sowas?

    Therapiebeginn – Therapiedauer

    Die Dauer einer jeden psychotherapeutischen Behandlung ist ganz individuell und hängt zum größten Teil von Ihren Störungen und Ihrem Therapieziel ab. Sie reicht von der Beratung (5 bis 10 Stunden) bis zur mehrere Jahre andauernden, tiefgehenden Therapie. Wir besprechen die Sinnhaftigkeit einer Weiterführung der Therapie regelmäßig.
    Grundsätzlich gilt: so kurz wie möglich und so lange wie notwendig.
    Auch psychische Ausnahmezustände, Verletzungen und Erkrankungen haben die Tendenz, bei Nichtbehandlung schlimmer zu werden und immer länger zu brauchen, um zu heilen. Je eher und früher Sie mit der Behandlung beginnen, desto schneller wirken unsere Maßnahmen und desto schneller kann Verbesserung eintreten.

  • Frequenz

    Wie häufig sollte man die Therapie in Anspruch nehmen?

    Therapien sind dann sinnvoll, wenn sie regelmäßig frequentiert sind (wöchentlich). Dichte Therapieeinheiten gewährleisten einen rascheren therapeutischen Prozesses und führen häufiger zu einer langfristigen Verbesserung.

    Meine Angebote zu Beratung/Coaching/Begleitung/Supervision kann man wöchentlich in Anspruch nehmen, hier ist es jedoch auch möglich größere Therapie-Abstände zu wählen (alle 2 oder mehr Wochen).

    Generell können die Abstände zwischen den Sitzungen variieren. In der Regel kommen Sie einmal wöchentlich, in Krisenfällen auch öfter. Ob eine kürzere oder längere Psychotherapie angezeigt ist, hängt ganz von der jeweiligen Problemstellung ab.

  • Vorübergehende und zusätzliche Hilfsmittel:

    Kann ich mir nicht einfach mit Medikamenten oder Selbsthilfe-Büchern selber helfen?

    Es ist gut, dass es diese Mittel gibt und in speziellen Phasen auch Entlastung bieten. Sie ändern aber weder die krankmachenden Bedingungen, noch können sie dauerhaft die (psychische) Gesundheit verbessern.

    Sobald sie abgesetzt oder fertig sind, tritt im schlechteren Fall genau wieder das ein, was vorher schon ein Problem dargestellt hat. Letztendlich besteht die Gefahr, dass während der Einnahme/des Konsums der Zustand leichter zu ertragen ist, wegen der unveränderten Lebensdynamik allerdings Ursachen und Symptome schlimmer werden und sich vertiefen. Wirklich sinnvoll und auch angebracht sind Medikamente, Bücher und Seminare in Kombination mit einer guten Psychotherapie. Diese manchmal passende (vorübergehende) Hilfestellung können Sie mit einer Schiene vergleichen, die Sie ja bei einer körperlichen Erkrankung wie einem Knochenbruch oder etwas ähnlichem genauso verwenden würden.

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