Arbeitssucht ist die Droge der Leistungsgesellschaft. Während andere Süchte gesellschaftlich geächtet werden, erntet der Workaholic oft noch Bewunderung. Dabei kann übermäßiges Arbeiten genauso zerstörerisch sein wie jede andere Abhängigkeit. Ein erfahrener Psychotherapeut in Wien kann helfen, aus dem Hamsterrad auszusteigen und wieder ein ausgewogenes Leben zu führen.
Wenn Arbeit zur Droge wird
Kennen Sie das? Der Wecker klingelt um fünf, aber Sie sind schon wach. Haben bereits im Kopf die To-do-Liste durchgespielt. Beim Frühstück checken Sie Mails, in der U-Bahn bearbeiten Sie Dokumente. Feierabend? Gibts nicht. Es könnte ja noch was Wichtiges reinkommen.
Am Anfang fühlt sich das gut an. Produktiv. Erfolgreich. Die Kollegen bewundern einen, der Chef ist begeistert. „Was für ein Arbeitstier!“, heißt es anerkennend. Aber irgendwann kippt die Sache. Aus Engagement wird Zwang. Aus Freude wird Druck. Und plötzlich merkt man: Ich kann gar nicht mehr anders.
Die Existenzanalyse in Wien beschreibt dieses Phänomen treffend: Arbeit gibt unserem Leben Struktur und Sinn. Aber wenn sie zum einzigen Sinn wird? Dann stimmt was nicht. Dann ist man nicht mehr Herr über sein Leben, sondern die Arbeit bestimmt alles. Urlaub? Macht nervös. Wochenende? Pure Qual. Was soll man denn mit der ganzen Zeit anfangen?
Die versteckten Warnsignale
Arbeitssucht ist tückisch. Sie schleicht sich langsam ein. Erst sind es nur ein paar Überstunden hier und da. Dann wird das Handy auch am Wochenende nicht mehr ausgeschaltet. E-Mails beim Abendessen? Normal. Schlafstörungen? Ach, das gehört dazu.
Die Familie beschwert sich. Freunde melden sich nicht mehr – man hat ja eh nie Zeit. Sport? Früher mal. Hobbys? Welche Hobbys? Aber hey, die Karriere läuft! Das rechtfertigt doch alles. Oder?
Der schmale Grat zwischen Engagement und Sucht
Wo hört gesunder Ehrgeiz auf, wo fängt die Sucht an? Diese Frage stellen sich viele meiner Klienten in der Psychotherapie in 1170 Wien. Die Grenze ist fließend. Ein paar Anhaltspunkte:
- Können Sie abschalten? Oder kreisen die Gedanken ständig um die Arbeit?
- Fühlen Sie sich schuldig, wenn Sie mal nichts tun?
- Definieren Sie Ihren Selbstwert hauptsächlich über berufliche Erfolge?
- Vernachlässigen Sie andere Lebensbereiche zugunsten der Arbeit?
Wenn Sie mehrmals mit Ja geantwortet haben, könnte es Zeit sein, genauer hinzuschauen.
Die Wurzeln des Problems
Arbeitssucht kommt nicht von ungefähr. Oft stecken tiefere Themen dahinter. Manchmal ist es die Angst vor Nähe – Arbeit als perfekte Ausrede, um Distanz zu wahren. Oder die Flucht vor unangenehmen Gefühlen. Solange man beschäftigt ist, muss man sich nicht mit sich selbst auseinandersetzen.
Ein Psychotherapeut für Depression in Wien erklärte mir mal: „Viele Workaholics sind eigentlich depressiv. Die Arbeit ist ihre Art, das zu kompensieren.“ Macht Sinn. Wer ständig in Action ist, hat keine Zeit zum Grübeln. Blöd nur, dass einen die verdrängten Gefühle irgendwann einholen. Meist in Form eines Burnouts.
Perfektionismus als Antreiber
Besonders häufig trifft es Perfektionisten. Menschen, die alles 150-prozentig machen wollen. Die sich keine Fehler erlauben. Für die „gut“ nicht gut genug ist. Diese Menschen brennen besonders schnell aus.
In der Psychotherapie für Angst und Panik zeigt sich oft: Hinter dem Perfektionismus steckt massive Angst. Angst zu versagen. Angst, nicht gut genug zu sein. Angst vor Ablehnung. Die Arbeit wird zum Schutzschild. Wenn ich nur genug leiste, kann mir keiner was.
Die Rolle der Gesellschaft
Seien wir ehrlich: Unsere Gesellschaft feiert Workaholics. Start-up-Gründer, die 80 Stunden die Woche arbeiten? Helden! Manager, die im Urlaub erreichbar sind? Vorbilder! Diese Glorifizierung macht es schwer, das eigene Verhalten kritisch zu hinterfragen.
Dabei zeigen Studien längst: Ab einer gewissen Stundenzahl sinkt die Produktivität rapide. Wer ständig am Limit läuft, macht mehr Fehler. Trifft schlechtere Entscheidungen. Wird krank. Aber das will keiner hören. Lieber noch einen Energydrink und weiter gehts.
Der Weg aus der Abhängigkeit
Die gute Nachricht: Arbeitssucht ist behandelbar. Der erste Schritt ist immer die Einsicht. Sich einzugestehen: Ja, ich habe ein Problem. Das fällt vielen schwer. Schließlich ist man doch erfolgreich! Funktioniert doch alles!
Wirklich? Wenn die Beziehung in die Brüche geht? Wenn die Kinder einen kaum noch kennen? Wenn der Körper streikt? Ein Psychotherapeut in 1180 Wien sagte mal zu mir: „Erfolg ohne Lebensqualität ist kein Erfolg. Das ist ein sehr teuer erkaufter Scheinerfolg.“
Erste Schritte zur Veränderung
Klein anfangen. Das rate ich immer. Nicht gleich von 60 auf 0. Das funktioniert eh nicht. Aber vielleicht mal in der Mittagspause wirklich Pause machen. Ohne Handy. Ohne Laptop. Einfach nur essen. Schmecken. Durchatmen.
Oder: Einen Abend pro Woche arbeitsfrei. Komplett. Handy aus, Computer zu. Was macht man dann? Keine Ahnung? Genau das ist das Problem! Zeit, es rauszufinden. Was hat Ihnen früher Spaß gemacht? Was wollten Sie schon immer mal ausprobieren?
Professionelle Unterstützung suchen
Alleine ist es verdammt schwer. Die alten Muster sind stark. Bei der kleinsten Krise – zack, ist man wieder drin im Hamsterrad. Deshalb: Holen Sie sich Hilfe.
In der Traumatherapie in Wien arbeiten wir oft mit der Frage: Was treibt Sie wirklich an? Welche alten Glaubenssätze steuern Ihr Verhalten? „Nur wer hart arbeitet, ist was wert“ – kennen Sie den? Oder: „Pause machen ist faul sein“? Solche Überzeugungen sitzen tief. Die kriegt man nicht mal eben so weg.
Burnout als Weckruf verstehen
Viele Arbeitssüchtige landen irgendwann im Burnout. Der Körper zieht die Notbremse. Nichts geht mehr. Für viele ein Schock. Aber auch eine Chance.
Ein Klient erzählte mir: „Der Zusammenbruch war das Beste, was mir passieren konnte. Vorher hätte ich nie aufgehört.“ Hart, aber wahr. Manchmal braucht es den Totalausfall, um zu begreifen: So gehts nicht weiter.
Die Zeit danach
Nach einem Burnout ist nichts mehr wie vorher. Das macht Angst. Wer bin ich ohne meine Arbeit? Was definiert mich noch? Diese Fragen sind nicht leicht. Aber sie sind wichtig.
In der Psychotherapie geht es dann darum, neue Werte zu finden. Neue Quellen für Selbstwert. Vielleicht Familie. Vielleicht Kreativität. Vielleicht soziales Engagement. Hauptsache, nicht alles hängt an der Arbeit.
Rückfallprävention
Das Gemeine an der Arbeitssucht: Sie kommt gern zurück. Besonders in stressigen Zeiten. Deshalb ist Prävention so wichtig. Regelmäßige Check-ins mit sich selbst. Wie gehts mir? Rutsche ich wieder in alte Muster?
Ein Psychotherapeut für Burnout in Wien empfiehlt seinen Klienten oft ein Arbeits-Tagebuch. Klingt aufwendig, hilft aber. Wann fange ich an? Wann höre ich auf? Wie fühle ich mich dabei? Nach ein paar Wochen sieht man Muster. Und kann gegensteuern.
Leben ist mehr als Arbeit
Am Ende geht es um eine simple Erkenntnis: Leben ist mehr als Arbeit. Klingt banal, ist für Arbeitssüchtige aber eine Revolution.
Was werden Sie auf dem Sterbebett bereuen? Dass Sie nicht noch mehr gearbeitet haben? Wohl kaum. Eher die verpassten Momente. Die nicht geführten Gespräche. Die nicht unternommenen Reisen. Und nicht gelebten Träume.
Es ist nie zu spät, das Ruder herumzureißen. Ja, es ist schwer. Ja, es braucht Mut. Aber es lohnt sich. Ein Leben in Balance ist möglich. Mit professioneller Hilfe durch eine Psychotherapie in Wien wird der Weg leichter. Nicht einfach, aber machbar. Und das ist doch schon mal was, oder?