Essstörungen – Ein Überblick

Von Essstörungen sind rund ein Drittel junger Mädchen und mittlerweile auch immer häufiger Burschen gefährdet. Dabei reicht das Spektrum von starkem Untergewicht über Krankheiten mit Normalgewicht bis hin zu massivem Übergewicht. Hauptbetroffene sind durchschnittlich 12- bis 35-Jährige.

Die häufigste Essstörung ist Anorexia nervosa, wie die Magersucht in Fachkreisen genannt wird. Dabei achten Betroffene darauf, so wenig wie möglich zu Essen und besonders gewichtsteigerndes grundsätzlich zu meiden. Das Körpergewicht kann dadurch gefährlich niedrig werden, und auch dadurch entstehende Mangelerscheinungen sind stark gesundheitsschädlich. Auf diese Weise können weitreichende Folgen wie Osteoporose oder Unfruchtbarkeit entstehen.

Eine weitere sehr verbreitete Essstörung ist die Bulimie, bei welcher Betroffene regelmäßige Ess-Anfälle bekommen und direkt danach durch selbst herbeigeführtes Erbrechen die Gewichtzunahme verhindern wollen. Die Menge der Nahrungsaufnahme am Stück ist dabei unverhältnismäßig viel, da dieses Verhalten kaum kontrolliert werden kann. Als Außenstehender ist eine solche Krankheit kaum zu erkennen, da diese Personen meist normalgewichtig sind, und auch sonst gesund wirken. Dennoch sind Mangelerscheinungen eine häufige unsichtbare Folge und durch das regelmäßige Erbrechen werden auch die Zähne durch die Magensäure langfristig geschädigt.

Übergewicht ist hingegen die Folge von der Binge-Eating-Störung, welche umgangssprachlich auch als Esssucht bezeichnet wird. Verursacht wird dies durch die relativ häufigen Ess-Attacken, bei welchen im Gegensatz zur Bulimie nicht die Gewichtszunahme durch Erbrechen bekämpfen wird. Durch langfristiges Übergewicht besteht ein erhöhtes Risiko an Herzkreislauferkrankungen oder Diabetes zu erkranken.

Alle Essstörungen haben gemein, dass sie durch die Psyche verursacht werden, eine Art von Suchtverhalten sind, und die Beschäftigung mit der Nahrungsaufnahme ein großer Bestandteil des Lebens ist. Eine psychologische Behandlung ist für eine Besserung meist unumgänglich, auch wenn Betroffenen zu Beginn häufig die Einsicht fehlt.

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